Presseerklärung zur Demo hier und unten auf dieser Seite

 

Gasthaus "Rössle" in Söllingen

Nicht nur in Weiler gibt es solche Zentren der Nazis. Auch in Söllingen kämpfen Nazigegner gegen soclhe Probleme.

 

Seit März 2010 nutzen Neonazis insbesondere aus dem Rastatter Raum das „Rössle“, ein Gasthaus in Söllingen, als "Nationales Zentrum".

 

 

Dort fanden bereits einige Rechtsrock-konzerte mit mehreren

 

hundert Besuchern statt, die aus dem gesamten Südwesten Deutschlands und aus dem nahen Ausland anreisten.

 

 

Bei regelmäßigen Kameradschafts-abenden treffen sich bis zu 40 Teilnehmer, um Aktionen in der näheren Umgebung zu planen.

So versuchten die Neonazis in diesem Jahr erstmals seit fünf Jahren

 

wieder einen „Heß-Gedenkmarsch“ in Karlsruhe zu organisieren. Außerdem bot das Nazi-Zentrum Raum für eine Mobilisierungsveranstaltung zu einer neonazistischen Großdemonstration in Dortmund mit angereisten Gastrednern sowie für eine Rechtsschulung mit einem szeneangehörigen Rechtsanwalt.

 

Das Zentrum in Söllingen bietet den Nazis eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Vernetzung, Organisation und Geldbeschaffung, aber vor allem zur  Weiße Rose.

 

 

Die Weiße Rose hat sich in Anlehnung an die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“mit  den Geschwistern Scholl bundesweit bei vielen Protestkundgebungen als Symbol des Widerstands etabliert.

 

Verbreitung ihrer menschenverachtenden Ideologie:

 

 

Diesen unverbesserlichen reaktionären Kräften müssen wir

als DemokratInnen ein friedliches Zeichen entgegen setzen!

 

 

Hier der Aufruf als PDF

 

Aktionsbündnis „Weg mit dem Nazizentrum in Söllingen“

Presseerklärung 24. Oktober 2010

Gemeinsam gegen Rechts

Mit friedlichem Protest Nazizentren abschaffen

 

„Rössle Schachmatt, weg mit dem Nazizentrum in Söllingen!“

Unter diesem Motto demonstrierten am Samstag über 500 Menschen friedlich in Rastatt und Söllingen.

In den Redebeiträgen bei den Kundgebungen am Kirchplatz und vor dem Landratsamt wurde auf die wachsenden rechten Strukturen speziell im Raum Rastatt hingewiesen.

 

Insbesondere wurde die Rolle der Anwaltskanzlei Harsch deutlich gemacht, die für die Verteidigung rechter Straftäter und durch ihre enge Zusammenarbeit mit der rechten Szene bekannt ist.

Die Redner waren sich einig, den äußerst bedenklichen Entwicklungen in der Gesellschaft entschlossen entgegenzutreten, die mit Fremdenhass und wachsender Verbreitung rechtspopulistischer Propaganda, auch in der Politik und den Medien, einhergehen.

 

Um das Problem an der Wurzel zu packen, gehen wir daher auch gezielt gegen Nazitreffpunkte und Veranstaltungsorte vor. Nachdem rechtliche Schritte in Söllingen bisher keinen Erfolg brachten, wurde nun mit einem Protest auf der Straße der nächste Schritt getan. Bei der abschließenden Kundgebung in Söllingen, direkt vor dem „Rössle“, versammelten sich neben den Teilnehmern der Rastatter Demonstration auch zahlreiche

Söllinger/Innen und setzten so gemeinsam ein demokratisches Zeichen gegen Rechts.

Ein Grußwort aus Weiler, einer Gemeinde, die auch eines der Nazizentren Baden-Württembergs im Ort hat, stand hier für die notwendige Vernetzung aller Initiativen gegen die Neonazis im Land.

 

Erfolglos blieben die Provokationsversuche einiger Nazis, dies aus dem „Rössle“ die Veranstaltung mit lauter Rechtsrock-Musik störten, ein Plakat entrollten und vermummt vom Dach aus die Menge fotografierten. Die Versammlung verlief friedlich.

 

Das Aktionsbündnis „Weg mit dem Nazizentrum in Söllingen“ zieht eine rundum positive Bilanz der Veranstaltungen. Das Nazizentrum ist in den Blick der breiten Öffentlichkeit gerückt worden, Söllingen kein ruhiger Rückzugsraum mehr für Neonazis.

Für die Zukunft bietet das Bündnis allen interessierten Kräften und gesellschaftlichen Gruppen eine

weitere enge Zusammenarbeit mit gemeinsamen Aktionen an. Alle Spaltungsversuche sind in der Sache sinnwidrig, allein ein Zusammenstehen möglichst vieler Gruppen macht den Nazis klar, dass sie und ihre menschenverachtende Ideologie unerwünscht sind.

 

Solange es Nazis und rechte Zentren gibt, werden wir nicht ruhig sein.

Es gibt keinen Platz für Nazis in unserer Mitte, weder in Söllingen noch anderswo.

 

Kontakt:

Barbara Becker

bam.becker@t-online.de