Weitere Infos gibt´s hier (bitte anklicken!)

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DIE SITUATION DER FLÜCHTLINGE IM REMS-MURR-KREIS 
 

Wir, die Initiative „Rems-Murr nazifrei!“, betreiben eine kontinuierliche und konsequente antifaschistische Politik. Eine vielfältige Kultur
des Widerstands hier im Rems-Murr-Kreis weiter auszubauen bestimmt unsere Arbeit. Wir halten dies für das beste Mittel gegen
Faschismus und Rassismus. Ein Thema, das uns dabei beschäftigt, ist dieser alltägliche Rassismus, welcher in der angeblich guten
Mitte unserer Gesellschaft ebenso weit verbreitet ist. Stammtischparolen, rassistische Hetze und Vorurteile gegen Flüchtlinge sind ein
Erscheinungsbild davon, das auch bei uns im Kreis auftritt. Uns interessiert, was verschiedene Flüchtlinge bei uns im Kreis über die
Verhältnisse, mit denen sie hier konfrontiert sind, berichten. Einige von uns sowie Freundinnen und Freunde unsere Initiative
unterstützen am 4.6. die AktivistInnen der „refugees liberation tour“ bei den Stationen Backnang, Winnenden und Schorndorf. Beim
Treffen unserer Initiative ein paar Tage danach waren alle auf deren Bericht gespannt. Danach waren wir schockiert und empört über
die Schilderungen bzw. eigenen Erfahrungen. Wir haben uns entschlossen, die Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu bringen. Ein Brief
an den Landrat war dazu ein erster Schritt.

Beim Betrachten der Bildern und Nachdenken über die Ereignisse stellen sich für uns folgende Fragen: 

Weshalb wird bei uns im Kreis so menschenunwürdig mit Flüchtlingen umgegangen?
Wird es eine Verbesserung geben?
Was können wir tun, damit sich etwas ändert? 
Wie können wir bei uns im Kreis mehr Unterstützung für die Flüchtlinge aufbauen?
Ist den Menschen hier in unserer Umgebung egal wie andere Menschen hier leben müssen?
Bedeutet christliche Nächstenliebe im pietistischen Remstal zum Großteil mal wieder Wegschauen und zu allem ja und vor allem Amen sagen?
Was Herr Fuchs dazu wohl nach unserem Brief denkt und was er schreibt oder sagt?
Auf Antworten warten wir gespannt.


Diese Antworten können wir aus unserer Perspektive geben: 


Wir können dazu nicht schweigen.
Wir werden weiter über die Situation der Flüchtlinge informieren!


Wir schauen nicht weg.
Wir werden die Flüchtlinge beim Einsatz für ihre Rechte aktiv unterstützen! 


20.06.2013

OFFENER BRIEF DER INITIATIVE „REMS-MURR NAZIFREI!“
AN LANDRAT JOHANNES FUCHS BEZÜGLICH
DER SITUATION DER FLÜCHTLINGE IM REMS-MURR-KREIS

 

 

Sehr geehrter Herr Landrat Fuchs,

 

am Dienstag, den 4. Juni 2013, erfuhren wir mit Empörung von dem von Herrn Deiß am 24. Mai
ausgestellten Hausverbot für die Aktivisten der „Refugees Liberation Bus Tour“.

 

Abgesehen von der Tatsache, dass der Rems-Murr-Kreis der einzige Kreis in Baden-Württemberg
war, welcher ein Verbot aussprach, bleibt für uns vollkommen unklar, weshalb Ihre Behörde
versucht die politische Information und die Bewegung für eine menschenwürdige Unterbringung
von Flüchtlingen zu behindern.

 

Dass eine öffentliche Thematisierung und breite gesellschaftliche Diskussion über die Situation
der Flüchtlinge dringend notwendig ist, stellte erst die Tour heraus. Beispielsweise konnte von
Bewohnern der Heime in Backnang und Winnenden verschimmelte Fenster sowie ein
verschimmeltes Bad vorgezeigt werden. Zudem waren in ca. 15 qm großen Zimmern bis zu sechs
Personen untergebracht. Welche gesundheitlichen Folgen diese Zustände für die Bewohner der
Häuser haben können, muss wohl kaum erörtert werden.

 

Ohne derartige Touren und selbstständig agierender Flüchtlinge würden solche Zustände nie
einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden können. Nur hierdurch kann allerdings
Nicht-Flüchtlingen die Situation der Menschen in Lagern verständlich werden.

Dass rassistische Ressentiments zurückgedrängt werden müssen, zeigt die Waiblinger
Unterschriftenliste gegen ein Flüchtlingsheim.

 

Das Recht auf gemeinschaftliche politische Meinungsbildung darf Flüchtlingen nicht
abgesprochen werden. Dass Herr Deiß tatsächlich versucht zwischenmenschliche Kommunikation
mittels eines Hausverbots zu erschweren, kann nur als Skandal gewertet werden.

 

Des Weiteren können wir nur mit Empörung darauf reagieren, dass einer der eingesetzten
Polizeibeamten in Schorndorf versuchte, die Arbeit eines Journalisten einzuschränken. Dieser gar
beleidigte und bedrohte Journalist hat zwischenzeitlich eine Dienstaufsichtsbeschwerde
eingereicht. Zudem stellt sich die Frage auf welcher Rechtsgrundlage die Polizei die Anwesenden
fotografierte und versuchte ihre Personalien festzustellen. Was geschieht mit diesem Fotomaterial?

 

Bewegungs- sowie Demonstrationsfreiheit sind Rechte deren Ausübung nicht behindert werden
darf. Flüchtlingen muss das Recht zugestanden werden, unabhängig über ihre Lage zu
informieren und zu diskutieren. Wir fordern Sie dazu auf, der Sache nachzugehen und sich für eine
humane Unterbringung von Flüchtlingen einzusetzen.

 

Wir brauchen offene Grenzen und Türen für Verfolgte. Flüchtlingen, Migranten und Migrantinnen
muss ein Leben in Würde ermöglicht werden. Eine öffentliche, gesellschaftliche Diskussion darf
nicht unterbunden werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Walter Burkhardt

Initiative Rems-Murr nazifrei!

 

 Anlage: Bilder aus den Flüchtlingslagern in Backnang und Winnenden


 

 

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Aktionstage „Laut gegen rechte Gewalt“ am 06.04.2013 in Schorndorf und am 09.04.2013 in Winterbach
 
Hier gibt´s Bilder von den Aktionstagen!

Bei der Auftaktkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz in Schorndorf ...
… versammelte sich am 06.04.2013 um 14:00 Uhr ein breites Spektrum. Die 200 TeilnehmerInnen lauschten nach der Begrüßung den RednerInnen
der verschiedenen Gruppierungen die speziell auf den bevorstehenden Jahrestag des Winterbacher Brandanschlags eingingen.
 
Der Demonstrationszug …
... startete gegen 14:30 Uhr mit anfangs 200 TeilnehmerInnen zog durch die Straßen von Schorndorf und wuchs mit der Zeit auf 250 TeilnehmerInnen an.
Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle und die Polizei beschränkte sich auf ihre Aufgabe, den Verkehr zu regeln bis auf eine Ausnahme. Kurz vor
der zweiten Zwischenkundgebung war die Bereitschaftspolizei präsent und postierte sich vor  ein gewerbliches Anwesen, das der Familie einer
Angeklagten im zweiten Winterbachprozess gehört. Es kam zu keinen Personenkontrollen; weder bei den TeilnehmerInnen der Demonstration, noch bei
den OrdnerInnen.
 
Die Zwischenkundgebungen ...
…  Als erstes kurz nach Beginn der Demonstration in der Nähe der Hetzelgasse. Hier hatte einer der Angeklagten im zweiten Prozess zum Winterbacher
Brandanschlag und der Besitzer des Grundstücks, auf der die rechte Party statt fand, bereits vor einigen Jahren einen griechischen Geschäftsmann
angegriffen. Als nächstes gab es in der Nähe eines gewerblichen Anwesens in Schorndorf eine Rede. Hier wurde darauf eingegangen, dass die Tochter
des Hauses die Gastgeberin der rechten Party war, die in einer Gewaltorgie und dem Brandanschlag endete.
Die letzte Zwischenkundgebung fand vor der Kirche statt. Hier wurde das Verhalten von Kirche und Stadt thematisiert und zu einem vielfältigen und
kreativen Widerstand ohne Links-Rechts-Gleichmacherei aufgefordert.
 
Die Abschlusskundgebung ...
... mit verschiedenen Redebeiträgen fand im Innenhof der Manufaktur statt.
Nach der Abschlusskundgebung löste sich die Demonstration friedlich auf.
 
Die Infoveranstaltung „Zwei Jahre nach dem Brandanschlag: Was bisher geschah und wie geht es weiter“…
… begann um 17:00 Uhr in der Manufaktur. Der kleine Saal war gut besetzt und die dreißig BesucherInnen erhielten einen Einblick über die Partygäste
und deren weit verzweigtes Netzwerk an Verbindungen. Die juristische und polizeiliche Aufarbeitung wurde kritisch betrachtet. Danach wurde zur Frage 
„Was tun gegen faschistische Gewalt?“  der Ansatz der Initiative Ansatz erläutert. Einzelne Beispiele machten klar was wir unter  „Erinnern, Informieren,
Aktiv werden“ in der Praxis verstehen und dass es uns wichtig ist einen breiten gesellschaftlichen Widerstand weiter aufzubauen, der vielfältig und 
kreativ ist. Im Anschluss wurde diskutiert was konkret getan werden kann um den in der bürgerlichen Mitte vorhandenen Rassismus abzubauen und wie
am effektivsten gegen rechte Gewalt gehandelt werden kann. Es ergaben sich Handlungsempfehlungen und der Ansatz der Initiative wurde bestätigt.
 
Das Konzert „Laut gegen rechte Gewalt!“…
… startete gegen 18 Uhr. Die 220 BesucherInnen füllten den großen Saal der Manufaktur. Der Moderator und die Musiker brachten den Tanzsaal zum
Kochen. Die Stimmung war hervorragend und die vier Bands boten ein gemischtes Musikprogramm, bei dem alle BesucherInnen auf ihre Kosten kamen.
Aus dem Publikum kam es immer wieder spontan zu Rufen von antifaschistischen Parolen, wie z.B. „Nazis raus“. Gegen Mitternacht endete das Konzert
ohne Zwischenfälle.
Folgende Bands waren in Aktion: Dirt Effect, Eternal Struggle, Supermihl and Superfriends, Merry Jugde

Die Ausstellung „Winterbach“ am 09.04.2013 in der Lehenbachhalle in Winterbach ...
… wurde von den BesucherInnen der Podiumsdiskussion, die durch die Initiative „Hand in Hand“ und „Agenda 21“ zum Thema „Migranten in öffentlichen
Ämtern“ veranstaltet wurde, mit großem Interesse besichtigt. Die Reaktionen waren sehr positiv. Viele gaben den Künstlern die Rückmeldung, dass der
künstlerische und journalistische Aspekt gut verbunden wäre und mit dem Kunstwerk ein Bewusstsein für den Brandanschlag geschaffen werde.
Am Infotisch der Initiative wurden Bücher und Infomaterial gut angenommen. Das Flugblatt der Initiative zum Jahrestag „Erinnern, Informieren, Handeln“
fand großes Interesse.
 
Fazit:
Um eine Überschneidung mit dem beginnenden NSU-Prozess und der Demonstration am 13.04.2013  in München zu vermeiden wurde der erste Aktionstag
eine Woche nach vorne verschoben und fand in den Ferien statt. Daher kamen etwas weniger TeilnehmerInnen als im Vorjahr. Durch die Verschiebung
gelang es die Aufmerksamkeit auf die Gefahr durch rechte Gewalt sowohl im Rems-Murr-Kreis als auch bundesweit zu lenken und zu signalisieren, dass
gesellschaftlicher Rassismus und die Verstrickung von Behörden und Nazis, wie sie anhand der Aufdeckung des NSU zu Tage treten, Themen sind, die auch
für die antifaschistischen Arbeit im Rems-Murr-Kreis eine große Bedeutung haben.
Insgesamt waren die Aktionstage ein großer Erfolg für die antifaschistische Bewegung im Rems-Murr-Kreis: 250 Menschen aus den unterschiedlichsten
Gruppierungen (Antifa-Gruppen, Gewerkschafter, Christen, Kommunisten, Sozialisten, Libertäre, Grüne u.a.) gingen in Schorndorf gemeinsam auf die Straße
gegen die Neonazis und ihre Strukturen. 220 TeilnehmerInnen besuchten das antifaschistische Konzert und über 30 Menschen zeigten ihr Interesse an der
Informationsveranstaltung und Diskussionsrunde. In Winterbach besichtigten etwa 200 BesucherInnen die Installation „Winterbach“. Sie wird bis zum 5.Mai
im Winterbacher Rathaus zu sehen sein und danach an weiteren Stationen gezeigt werden.
 
Das Konzept der Demonstration an ausgewählten Orten ein Zeichen zu setzen und auf unseren Ansatz „Erinnern, Informieren, Aktiv werden“ hinzuweisen
ging voll auf. Auch im Vortrag, im Konzert, bei der Ausstellung und vielen Gesprächen im Rahmen der Aktionstage wurde dies bestätigt.
 
Die rechtsradikalen Szene im Landkreis und darüber hinaus wird sich nicht in Luft auflösen und es bedarf weiterer gemeinsamer Anstrengungen, den
Rechtsradikalen im Rems-Murr-­Kreis keine Möglichkeit zu geben, ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten. Die Aktionstage waren die
Fortsetzung einer konsequenten antifaschistischen Politik, die von der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ seit Juli 2010 im Kreis betrieben wird.

 
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Solidaritätserklärung der Initiative Rems-Murr-Nazifrei vom April 2013
 
Mit Empörung haben wir erfahren, dass es am 2. März während und nach der Aktion "Roter Teppich für Toleranz" des Bündnisses
"Kreis Göppingen Nazifrei" Menschen von Neonazis angegriffen wurden. Zwei Aktivisten wurden so schwer verletzt, dass sie ins
Krankenhaus gebracht werden mussten.
Bei einer friedlichen Aktion von Nazis gewalttätig angegriffen zu werden haben wir leider auch schon erleben müssen (siehe Chronologie
auf unserer Homepage). Danach haben wir viel Solidarität erfahren, die uns ermutigt hat weiter zu machen und unsere Aktivitäten zu verstärken.
Mutige Menschen, die auf der Straße spektrenübergreifend ein richtiges und wichtiges Zeichen gegen Faschismus setzen wollen sind dadurch
zusammen gerückt.  Diesen Zusammenhalt haben wir in Göppingen teilweise gefährdet gesehen und daher haben wir auch mit der Erklärung
vom 09.07.2012 unsere solidarische Kritik geäußert. Durch die Angriff im Jahr 2010 wurde unsere Initiative gestärkt. Wir hoffen, dass dies auch
für die aktuelle Situation in Göppingen gilt und wollen allen Beteiligten des Bündnisses „Kreis Göppingen Nazifrei“ und allen Menschen die in
Göppingen gegen Nazis auf die Straße gehen unsere Solidarität ausdrücken.
 
Doch es soll nicht bei einer schriftlichen Erklärung bleiben. Denn wie im Kreis Göppingen gibt es bei uns im Kreis faschistische Schmierereien,
Drohungen und Übergriffe. Dies gilt es zu stoppen! Denn wenn Faschisten aktiv sein können da ist Gewalt und sogar Mord möglich.
Wir akzeptieren keine Faschisten in unserem Kreis oder anderswo! Dies zeigen wir öffentlich. Faschisten darf nirgends Akzeptanz, Unterstützung
oder Raum geboten werden. Daher gehen wir auf die Straße!
 
Unser nächster Termin dafür ist der 18.04.2013 ab 8 Uhr vor dem Landgericht in Stuttgart.
Der traurige Anlass dieser Kundgebung ist der wahrscheinlich letzte Verhandlungstag zum zweiten Prozess zu dem dem
menschenverachtende Mordanschlag vom 10.04.2011 in Winterbach.
An diesem Tag und darüber hinaus wollen wir erinnern, informieren und aktiv werden. Daher werden wir auch die Ereignisse
am 02.03.2013 in Göppingen zur Sprache bringen.
Wir laden Euch ganz herzlich ein am 18.04.2013 nach Stuttgart zur Kundgebung zu kommen.
Außerdem bieten wir natürlich unsere Unterstützung auf der Straße in Göppingen und den Austausch von Erfahrungen an.
 
Die Solidarität muss praktisch werden.

 

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LAUT GEGEN rechte Gewalt!

In der Nacht vom 9. auf den 10. April 2011 überfiel eine Nazigruppe neun Migranten auf einem Gartengrundstück in Winterbach.
Nach Schlägen, Tritten, einer mörderischen Hetzjagd und einem Brandanschlag kamen die Betroffenen nur durch Glück mit ihrem
Leben davon. Heute, zwei Jahre nach dem rassistischen Mordversuch, wollen wir mit Veranstaltungen daran erinnern und mahnen.

 

Nicht vergessen – Erinnern!

Im Jahr 2013 jährt sich die Machtübergabe an die deutschen Faschisten zum 80. Mal! Wir wollen das Jahr nutzen, um über die
faschistische Vergangenheit des Rems-Murr-Kreises aufzuklären und daraus Lehren für die heutige Zeit ziehen. Das sind wir den
historischen und aktuellen Opfern rechter Gewalt schuldig!


Nicht schweigen – Informieren!

Dass es auch heute noch eine gewalttätige und organisierte Naziszene gibt, wurde Vielen erst durch die Mordserie des terroristischen
“NSU” bewusst. Die staatlich gedeckten und weitverzweigten Netzwerke der Rechtsterroristen reichten bis in unsere Region.
Waffenfunde in Naziwohnungen im Kreis und die überregionale Beteiligung am mehrfachen faschistischen Mordversuch vor zwei
Jahren in Winterbach, verdeutlichen die akute Gefahr auch direkt vor unserer Haustüre.


Nicht wegschauen – Aktiv werden!

In einem Klima der Akzeptanz gegenüber diskriminierenden und ausgrenzendem Gedankengut fühlen sich Nazis wohl und stärken
ihre Strukturen. Wegschauen und Schweigen ist deshalb der falsche Weg! Nur durch einen vielfältigen und aktiven Widerstand,
können wir den Einfluss der Faschisten zurückdrängen. Mit Informationsveranstaltungen, Demonstrationen, kulturellen Veranstaltungen
und direkten Protesten, haben wir dafür in den letzten Jahren bereits die ersten Grundsteine gelegt.
Lasst uns im April weiter daran anknüpfen!

Initiative Rems-Murr Nazifrei!

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Samstag, 6. April 2013 | 14:00 Uhr | Bahnhof Schorndorf | Antifaschistische Demonstration

| 17:00 Uhr | Manufaktur Schorndorf | Vortrag + Konzert
(Dirt Effect, Eternal Struggle, Supermihl and Superfriends, Merry Judge)

 

Dienstag, 9. April 2013 | ab 16:30 Uhr | Lehenbachhalle Winterbach | Ausstellung + Infostand

 

 

 

 

  

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Erfolgreiche Kundgebungstour der
Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ durch den Landkreis

 

Auf den vier Kundgebungen am 17.11.2012 der Initiative „Rems-Murr Nazifrei!“ in Welzheim, Schorndorf, Endersbach und Waiblingen
nahmen bis zu 60 Personen teil. Die Initiative zeigt sich zufrieden und erklärt ihr Ziel für erreicht: Man konnte in verschiedenen Orten
über faschistische Aktivitäten aufklären und Leute für dieses Thema sensibilisieren. Zudem nahmen zahlreiche junge Leute teil und
zeigten, dass faschistische Aktionen im Kreis keinen ruhigen Boden finden.

 

An den verschiedenen Orten wurde u.a. der Opfer des Konzentrationslagers in Welzheim gedacht, die schlampigen Ermittlungen der
Polizei beim mörderischen Nazi-Brandanschlag von Winterbach kritisiert, sowie der Umgang des Staates mit der Neonazi-
Terrorbande des „Nationalsozialistischer Untergrund“ thematisiert.

Immer wieder blieben PassantInnen stehen, um beispielsweise dem Schauspiel zu den Verknüpfungen zwischen dem
„Nationalsozialistischem Untergrund“ und dem Verfassungsschutz zuzusehen. In Schorndorf wurden zudem mit Kreide die Namen
der Opfer des KZ´s Welzheim auf die Skulptur am Bahnhof geschrieben.

 

Die Zahl der TeilnehmerInnen schwankte von den 45 in Welzheim bis zu 60 in Schorndorf, wobei immer wieder auch “Laufpublikum“
zu den Kundgebungen stieß.

 

Das nächste offene Treffen der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ findet am Dienstag, 27.11.2012, 19 Uhr, in der Manufaktur in
Schorndorf (Hammerschlag 8) statt. Hierzu sind alle Menschen mit einer antifaschistischen Grundhaltung herzlich eingeladen.

 

Fotoserie zur Kundgebungstour unter: https://picasaweb.google.com/105834565112138449510/InitiativeRemsMurrNazifreiKundgebungstour2012?authuser=0&feat=directlink

 

Kurzes Video: http://www.facebook.com/home.php#!/photo.php?v=3943976968839

 

 

 

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Erklärung der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ – 09.07.2012

Am 7. April 2012 planten Nazis aus der Region um Göppingen eine faschistische Kundgebungstour mit mehreren
aufeinanderfolgenden Versammlungen in verschiedenen Städten von Göppingen bis Esslingen. Als diese Planungen nur kurze Zeit
vor dem angedachten Aktionstag an die Öffentlichkeit gelangten, reagierten NazigegnerInnen aus der gesamten Region schnell und
fanden sich zur gemeinsamen Organisierung von Gegenaktivitäten zusammen.

Es beteiligten sich verschiedene antifaschistische Gruppen und Bündnisse, Einzelpersonen und Gliederungen von Gewerkschaften
und Mitglieder verschiedener Parteien. Auch wir, die Initiative „Rems-Murr Nazifrei!“ waren Teil dieses kurzfristigen Zusammen-
schlusses.

 

Was uns zusammenbrachte, war das gemeinsame Interesse daran, dem öffentlichen Auftreten der Faschisten einen effektiven und
wahrnehmbaren Protest entgegenzubringen.

Unterschiedlichkeiten in der Herangehensweise und der konkreten Form des Protestes waren dabei keine Hindernisse, sondern
haben unseren Aktivitäten erst zu einer wirkungsvollen Vielfältigkeit verholfen. Indem verschiedene antifaschistische Aktivitäten
sich schließlich am Tag der Aktionen ergänzten, wurde das Auftreten der Faschisten zu einem offensichtlichen Ausdruck ihrer
organisatorischen Schwäche. Breite Gegenkundgebungen und direkte Proteste am Rande der rechten Versammlungen ließen die
Propaganda der Rechten ins Leere laufen.

 

Im Nachhinein der Proteste allerdings versuchen Teile des breiten Bündnisses „Kreis-Göppingen nazifrei!“, das sich teilweise an
Gegenveranstaltungen beteiligte, AntifaschistInnen zu diskreditieren, die an direkten Gegenprotesten teilnahmen. In Presseer-
klärungen und auf öffentlichen Bündnistreffen setzten sie die engagierten AntifaschistInnen mit Nazis auf eine Ebene und distan-
zierten sich von AktivistInnen, deren Protestformen die Rechten direkt angingen.

 

Wir als spektrenübergreifende Initiative verurteilen derartige Spaltungsversuche innerhalb der antifaschistischen Bewegung.
Wir lehnen jede Form der sogenannten „Extremismustheorie“ ab, durch die das Engagement für eine fortschrittliche Gesellschaft
mit den menschenverachtenden Naziumtrieben gleichsetzt. Die notwendige Abwehr der Gefahr von Rechts erfordert einen
solidarischen, verständnisvollen und respektvollen Umgang miteinander. Unser Ziel kann es nicht sein, uns gegenseitig zu
blockieren. Unsere Perspektive liegt vielmehr in einer fruchtbaren Kooperation, die unsere Gemeinsamkeiten als NazigegnerInnen
hervorhebt und Schritt für Schritt einen lebhaften antifaschistischen Widerstand in der Bevölkerung etabliert.



 

WIR VERGESSEN NICHT!
150 TeilnehmerInnen auf unserer Kundgebung zum Jahrestag des rassistischen Mordversuchs
am Dienstag, 10. April 2012, 18:30 Uhr, auf dem Marktplatz in Winterbach.
 

Hier geht´s zum Fotobericht!
 



Faschistische Verbrechen aufdecken und bekämpfen

 

Vor einem Jahr, am 10. April 2011, fand am Rande Winterbachs eine faschistische Gartenfeier statt, auf der sich etwa 70 Neonazis
aufhielten. In der späten Nacht griff eine Gruppe der Nazis neun Migranten an. Sie versuchten die Migranten zu überfahren, jagten
sie mit Äxten, zündeten die Gartenhütte, in die sich die Gejagten flüchteten, an und traktierten sie daraufhin weiter mit Schlägen und
Tritten. Die Polizei übte sich an diesem Abend, obwohl sie über das Nazifest informiert war, im Wegschauen und nahm lediglich
einige Personalien der anwesenden Faschisten auf.

Nachdem öffentlich bekannt wurde, was sich in jener Nacht in Winterbach abspielte, regte sich breiter Protest: Über 1300 Menschen
demonstrierten nach dem pogromartigen mehrfachen Mordversuch in Winterbach gegen rechte Gewalt und für eine aktive
Gegenwehr. Nun, knapp ein Jahr später, hat der erste Prozess gegen die Nazitäter von damals mit der Verurteilung von nur zwei der
Beteiligten ein erstes Ende gefunden.

  

Wir werden jedoch nicht eher Ruhe geben, bis jeder Einzelne der beteiligten Faschisten für den rassistischen Mordversuch zur
Verantwortung gezogen wurde!

 

In Erinnerung an über 190 Todesopfer faschistischer Gewalt seit 1990 in der BRD, sehen wir es als unsere Pflicht an, den Kampf
gegen Rechts konsequent fortzuführen und den Faschisten keinen Raum für ihr Treiben zu bieten. Es gilt derartiges in Zukunft
nicht mehr geschehen zu lassen!                
               
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Aktionstage der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ unter dem Motto „Aufstehen gegen rechte Gewalt!“
Kundgebung, Infotisch, Demonstration, Infoveranstaltung und Konzert
Hunderte folgten dem Aufruf und beteiligten sich am bunten Programm

Am 24. & 25.02.2012 fanden in Waiblingen und in Schorndorf Informations- und Aktionstage unter dem Motto
„Laut gegen rechte Gewalt!“ statt.

 

Am Infotisch...

... mit Büchern, Zeitschriften, Informationsblättern, Aufklebern und Unterschriftenlisten für ein NPD-Verbot, der am 24.02.2012 in
Waiblingen von 16 – 19 Uhr auf dem Alten Postplatz stand, zeigten über 50 Waiblinger BürgerInnen ihr reges Interesse. Und auch
die diversen Redebeiträge wurden vom Publikum interessiert aufgenommen. Ausgerichtet wurde dieser Veranstaltungsteil von der
„Antifaschistische Jugend Rems-Murr“.

Bei der Auftaktkundgebung auf dem Schorndorfer Marktplatz...
… versammelte sich am 25.02.2012 um 16:30 Uhr ein breites Spektrum zur Auftaktkundgebung. Die 300 TeilnehmerInnen lauschten
nach der Begrüßung den RednerInnen der verschiedenen Gruppierungen. Angesprochen wurden Themen rund um die gesamte
Neonaziszene in Deutschland und im speziellen die Situation im Rems-Murr-Kreis.

Der Demonstrationszug…
... startete gegen 17:20 Uhr mit anfangs 300 TeilnehmerInnen zog durch die Strassen von Schorndorf und wuchs mit der Zeit auf
350 TeilnehmerInnen an.
Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle und die Polizei beschränkte sich auf ihre Aufgabe, den Verkehr zu regeln und den
Schutz der Demonstration zu gewährleisten. Es kam zu keinen Personenkontrollen; weder bei den TeilnehmerInnen der
Demonstration, noch bei den OrdnerInnen.

Die Abschlusskundgebung...
... mit verschiedenen Redebeiträgen fand im Innenhof der Manufaktur statt.
Nach der Abschlusskundgebung löste sich die Demonstration friedlich auf.

Die Infoveranstaltung „Die Neonaziszene im Rems-Murr-Kreis“…
… begann um 18:30 Uhr in der Manufaktur. Der kleine Saal war brechend voll und die über hundert BesucherInnen erhielten einen
Einblick in die Strukturen der Faschisten im Rems-Murr-Kreis.

Das Konzert „Laut gegen rechte Gewalt!“…
… startete gegen 20 Uhr. Die 330 BesucherInnen füllten den großen Saal der Manufaktur. Der Moderator und die Musiker brachten
den Tanzsaal zum Kochen. Die Stimmung war hervorragend und die vier Bands boten ein gemischtes Musikprogramm, bei dem alle
BesucherInnen auf ihre Kosten kamen. Aus dem Publikum kam es immer wieder spontan zu Rufen von antifaschistischen Parolen,
wie z.B. „Alerta, alerta, Antifascista!“. In den frühen Morgenstunden endete das Konzert ohne Zwischenfälle.

Folgende Bands waren in Aktion:

Rock Connexion
Blues, Rock & Roll und harter Rock aus den 70ern bis heute. Mit Covers und eigenen Titeln, mit musikalischer Power, Herzblut und
Nachdenklichkeit stellt sich die bekannte Rockband aus dem Rems-Murr-Kreis klar auf die Seite der NazigegnerInnen.

Merry Judge
Ska und Reggae aus Schorndorf. Die junge Band positioniert sich mit tanzbarem Partysound, aber auch mit sozialkritischen und
nachdenklichen Texten klar gegen Nazis und Rassisten.

Wärters Schlechte
Streetpunk aus der Region Stuttgart. Seit 20 Jahren spielen die Wärters kraftvollen Punk mit klarer Aussage gegen gesellschaftliche
Missstände. Liveshows mit Spielfreude und Publikumsnähe sind das Markenzeichen der Jungs.

Skaddicted
Gemütlicher, sozialkritischer Ska mit Punkrock und Blues-Einflüssen aus dem Rems-Murr-Kreis.

Fazit:

Insgesamt waren die beiden Informations- und Aktionstage ein großer Erfolg für die antifaschistische Bewegung im Rems-Murr-Kreis:
350 Menschen aus den unterschiedlichsten Gruppierungen (Antifa-Gruppen, Gewerkschafter, Christen, Kommunisten, Sozialisten,
Libertäre, Grüne u.a.) gingen in Schorndorf gemeinsam auf die Strasse gegen die Neonazis und ihre Strukturen. 330 TeilnehmerInnen
besuchten das antifaschistische Konzert und über 100 Menschen zeigten ihr Interesse an der Informationsveranstaltung der
AntifaschistInnen. An der Waiblinger Kundgebung und dem Infotisch beteiligten sich über 50 Personen.

Auffallend war das äußerst vorbildliche Verhalten der Polizei, die sich absolut zurückhaltend verhielt und sich auf die Regelung des
Verkehrs und den Schutz der Veranstaltungen beschränkte. Es kam zu keinerlei Personenkontrollen; weder bei den TeilnehmerInnen,
noch bei den OrdnerInnen. Dieses Verhalten der Polizei ist leider nicht die Regel bei antifaschistischen Versammlungen und sollte
anderen Polizeikräften als Muster dienen.

Die Hochburg der rechtsradikalen Szene in Baden-Württemberg wird sich nicht in Luft auflösen und es bedarf weiterer gemeinsamer
Anstrengungen, den Rechtsradikalen im Rems-Murr-­Kreis keine Möglichkeit zu geben, ihre menschenverachtende Propaganda zu
verbreiten. Die Aktionstage waren die Fortsetzung einer konsequenten antifaschistischen Politik, die von der Initiative „Rems-Murr
nazifrei!“ seit Juli 2010 im Kreis betrieben wird.

Diashow hier klicken!

 

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30.11.2011

Etappenziel erreicht: Wir stellen unsere Mahnwachen vor dem Nazitreffpunkt „Linde“
in Schorndorf-Weiler bis auf Weiteres ein!

 

In den letzten Wochen und Monaten ist es ruhig geworden in der Linde. Dies werten wir als großen Erfolg im Kampf gegen den
Nazitreffpunkt „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Nicht zuletzt durch unseren unermüdlichen Einsatz in Form von Mahnwachen,
Demonstrationen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen ist es gelungen, die Naziaktivitäten in Weiler zum erliegen zu bringen.
Unsere ständige Wachsamkeit, unser ständiges „Hinschauen“ und Handeln haben dazu geführt, dass sich die Naziszene in Weiler
offensichtlich nicht mehr wohl fühlt. Und das ist gut so. Aus diesem Grunde stellen wir unsere seit 2006 regelmäßig veranstalteten
Mahnwachen vor der „Linde“ in Schorndorf-Weiler bis auf Weiteres ein. Wir werden die „Linde“ und die Nazis im Umfeld des
NPD-Funktionärs Jürgen Wehner auch weiterhin im Auge behalten. Sollten wir eine Wiederaufnahme von Neonaziaktivitäten in und
um die „Linde“ bemerken, werden wir unverzüglich geeignete Gegenmaßnahmen in die Wege leiten.

 

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit uns in den vergangenen fünf
Jahren gegen den Nazitreffpunkt „Linde“ gekämpft haben.

 

Rückblick auf die letzten fünf Jahre

2006:
Im Sommer 2006 kauft das bekennende NPD-Mitglied Jürgen Wehner die Immobilie „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Der Neonazi lockt
mit günstigen Bierpreisen. Es wird erkennbar, dass sich die rechtsradikale Szene in der „Linde“ trifft. Auslegung von Nazipropaganda
und abhalten einschlägiger Schulungsveranstaltungen. Gründung eines überregionalen „Patriotischer Stammtisch“ in der „Linde“.
Umschlagplatz für Nazipropagandamaterial für die ganze Region und darüber hinaus. Im Herbst 2006 gründet sich die Bürgerinitiative
„Weiler schaut hin!“ mit dem Ziel, die Nazikneipe aus Weiler zu verbannen. Seit Ende 2006 werden monatliche Mahnwachen vor dem
Nazitreffpunkt „Linde“ veranstaltet.

2007:
Es kommt immer wieder zu Nazigegröle in und um die „Linde“, bis hin zu skandieren des Hitlergrußes. Es werden Schulungs- und
Musikveranstaltungen mit rechtsextremem Inhalt veranstaltet. Es werden Hitlerporträts ausgehängt und es kommt zu
Gewaltandrohungen. Der Polizei gelingt es kaum, den Linde-Gästen rechtsextremistische Straftaten nachzuweisen. Der „Linde“-
Besitzer Jürgen Wehner wird wegen Urkundenfälschung und unerlaubtem Waffenbesitz rechtskräftig verurteilt. Am 15.12.2007
demonstrierten über 500 Menschen in Weiler gegen die Nazikneipe „Linde“. Auch im Jahr 2007 wurden unsere monatlichen
Mahnwachen vor der „Linde“ abgehalten.

 

2008:
Es kommt zu mehreren rechtsextremen Konzertveranstaltungen in der „Linde“ und an nahegelegenen Baggerseen. Die Polizei
erteilt Platzverweise und ermittelt wegen Volksverhetzung.

Durch unseren unermüdlichen Widerstand konnte erreicht werden, dass dem NPD-Funktionär Jürgen Wehner die Konzession ent-
zogen wurde und der „Patriotische Stammtisch“ somit nicht mehr stattfinden konnte. Somit war der Linde der öffentliche Raum
entzogen.

 

"Die Leute fühlen sich hier nicht mehr wohl", begründet der Wirt, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, das stark
nachlassende Interesse. Deshalb sei er zusammen mit einem der Stammtisch-Initiatoren, dem früheren Waiblinger NPD-Kandidaten
bei Bundes- und Landtagswahlen, Roberto Kurze, überein gekommen, die Veranstaltung nicht mehr stattfinden zu lassen.
Auch nach dem Konzessionsentzug bleibt die „Linde“ ein Treffpunkt der rechtsradikalen Szene. Bei der Bundestagswahl wurde sie
als Verteil-Zentrum für Flugblätter und Plakate für die NPD genutzt.

Im Herbst 2008 wird die Bürgerinitiative „Weiler schaut hin!“ in einen gemeinnützigen Verein namens „Weiler schaut hin! e.V.“
umgewandelt.
Das ganze Jahr über fanden die regelmäßigen Mahnwachen gegen den Nazitreffpunkt statt.

 

2009:

Regelmäßige Treffen der rechtsradikalen Szene in der „Linde“. Veranstaltung von monatlichen Mahnwachen gegen den
Nazitreffpunkt „Linde“.

 

2010:
Im Februar 2010 kommt es zu Übergriffen von Neonazis auf Teilnehmer der Mahnwache gegen die Naziaktivitäten in der „Linde“.
Bei diesen Vorfällen wurde von Neonazis versucht, gewaltsam eine genehmigte Versammlung zu verhindern. Es wurden
Mahnwachenteilnehmer körperlich angegriffen, beleidigt und beschimpft. Es wurden von den Neonazis Gegenstände des Vereins
beschädigt. Wir haben erkannt, dass wir alleine nicht gegen die Neonazis bestehen können. In der Folge kommt es zur Vernetzung
mit anderen antifaschistischen Gruppen aus dem Großraum Stuttgart. Früher waren zwischen fünf und 15 Leute bei den
Mahnwachen gegen die „Linde“, nun nehmen an den monatlichen Mahnwachen zwischen 20 und 70 Personen teil.
Am Rande einer Mahnwache im Oktober 2010 kommt es zu Störungsversuchen aus dem Umfeld der „Linde“.
Mahnwachenteilnehmer werden mehrfach beleidigt und es wurde Gewalt angedroht, unter anderem mit den Worten „Ich komme
gleich mit meiner Axt“ und Parolen wie „Ausländer raus“. Die Polizei nahm entsprechende Ermittlungen auf und die Staatsanwalt-
schaft stellte das Verfahren mit der Begründung ein, dass es kein ausreichendes öffentliches Interesse gibt.
Im November 2010 demonstrieren 300 Menschen in Weiler vor der „Linde“ gegen den Nazitreffpunkt.

 

2011:
Im Februar 2011 fand die Verhandlung gegen die Neonazis und Mahnwachenangreifer Nicki Udo Öhme und Michael Weber statt.
Öhme wurde Beleidigung in mehreren Fällen und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Michael Weber wurde
wegen Beleidigung und tätlichem Angriff angeklagt. Beide legten in allen Punkten ein Geständnis ab. Öhme wurde zu fünf Monaten
Gefängnis ohne Bewährung und Weber zu fünf Monaten auf Bewährung und 1000 € Geldstrafe verurteilt.
Im April 2011 demonstrierten über 1300 Menschen in Winterbach gegen einen rechtsextremistischen Brandanschlag (fünffacher
Mordversuch) und ziehen vor den Nazitreffpunkt „Linde“ in Weiler.

Bis Ende Juli finden die monatlichen Mahnwachen vor der „Linde“ statt.
Die Lage in und um die „Linde“ entspannt sich.

 

 

Wir haben viel erreicht. Das ist jedoch kein Grund stillzuhalten und wegzuschauen. Die Linde ist weiterhin in Nazihand und bietet den Faschisten in der Region immer noch einen Anlaufpunkt.

 

Inzwischen ist herausgekommen, dass die Faschisten um die NPD noch weitere Treffpunkte und Versammlungsorte im Rems-Murr-Kreis nutzen. Aktuelle Beispiele finden sich in Korb und Aspach.

 

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir verstärkt diese weiteren Brennpunkte der Naziszene im Rems-Murr-Kreis ins Visier nehmen, denn wir dulden ihre Machenschaften nirgendwo! Nicht in Weiler, nicht in Winterbach, nicht in Korb, nicht in Aspach oder anderswo.

 

Faschismus war und ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

 

30.11.2011 

Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ und Weiler schaut hin! e.V.

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Am 05.10.2011 fanden in Korb zwei antifaschistische Mahnwachen der Initiative "Rems-Murr nazifrei!" statt.
Nähere Infos hier!

 

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MAHNWACHE
am 05.10.2011 um 18:00 vor dem „Schwäbischen Hof“ (Korb, Dieselstraße 2) und
um 18:30 auf dem Seeplatz.

Nach unserer Demonstration „Kein Raum den rechten Umtrieben“ am 17.09. kam es vor dem „Schwäbischen Hof“ durch vier
Stammgäste zu verbalen Attacken, Drohungen und Beleidigungen gegen Mitglieder unserer Initiative. Die Beleidigungen und
Drohungen zeigten die politische Gesinnung der Freunde und Stammgäste des „Schwäbischen Hofes“ sehr deutlich.

Wenn wir nicht wollen, dass die Neofaschisten hier auch weiterhin erstarken, gilt es, deren Treiben zu veröffentlichen, darüber
aufzuklären und Proteste dagegen zu unterstützen.

Sorgen wir gemeinsam dafür, dass sich Anhänger rechter Gesinnung in Korb und im ganzen Rems-Murr-Kreis nicht mehr wohl
fühlen.

Stehen wir solidarisch zusammen und erheben die Stimme gegen Faschisten und Holocaustleugner!

Hier gehts zum "offenen Brief" der Initiative "Rems-Murr nazifrei!" zu diesem Thema!
 

 

 

 

150 Teilnehmer bei der Demonstration am 17.09.2011 in Korb

Am 17.09.2011 fand in Korb ein Informations- und Aktionstag gegen Nazistrukturen in Korb und im gesamten
Rems-Murr-Kreis statt. Das offizielle Motto hieß: „Nazis raus aus Korb! Rems-Murr NAZIFREI!“. Am Infotisch,
der von 09:30 – 13:30 auf dem Seeplatz stand, zeigten viele Korber Bürger ein reges Interesse.
Um 13:45 begann die Auftaktkundgebung. Am anschließenden Demonstrationszug beteiligten sich anfangs
110 Teilnehmer. Die Teilnehmerzahl wuchs während der Demonstration auf ca. 150 an. Aufgerufen hierzu hatte
die Initiative „Rems-Murr NAZIFREI!“. Diese Initiative wurde im Juli 2010 ins Leben gerufen. Unterstützt wird die
Initiative zwischenzeitlich von über 30 Organisationen und vielen Einzelpersonen.

Die Vorgeschichte:
In den Jahren 2009 und 2010 hat die NPD bereits zwei Landesparteitage im „Schwäbischen Hof“ abgehalten.
Ebenso hielt ihre Jugendorganisation, die JN, im Juni 2010 ihre Bundeskonferenz dort ab. All dies geschah im
Verborgenen, ohne das Wissen der Korber Bevölkerung. Einzig der Bürgermeister, der zuständige Landrat und
die Polizei waren Mitwisser. Sie entschieden sich jedoch dafür, es vor der Öffentlichkeit zu verschweigen.
Denn sie befürchteten zu Recht, dass sich Unmut und Widerstand gegen diese rassistische Hetze auftun würden.

Nach dem Bekanntwerden dieser braunen Aktivitäten in Korb, sagten alle Beteiligten zu, die Nazis weder durch
Stillschweigen noch durch Räumlichkeiten unterstützen zu wollen. Doch diese Zusage wurde von der Wirtin der
Gaststätte „Schwäbischer Hof“ gebrochen. Nazis trafen sich wieder im „Schwäbischen Hof“ in Korb. Nachdem
die Wirtin im Juni diesen Jahres offen erklärte, sie wolle den Faschisten von der NPD keine Räume mehr zur
Verfügung stellen, tat sie es im Juli 2011 erneut.

Der Infotisch…
… wurde von vielen Korbern besucht, die sich zum Thema informieren wollten. Auch Gemeinderatsmitglieder
aus Korb waren unter den Besuchern. Darüber hinaus unterzeichneten an diesem Tag zahlreiche Korber Bürger
den Aufruf „Rems-Murr NAZIFREI!“. 

 

Bei der Auftaktkundgebung auf dem Korber Seeplatz…
… fanden sich 110 Teilnehmer ein. Sie wurden begrüßt und es sprachen Redner aus verschiedenen
Gruppierungen zur Situation in Korb und im Rems-Murr-Kreis.
(Redebeiträge folgen in Kürze)

Der Demonstrationszug…
… startete um 14:10 Uhr…

 

… und zog durch die Strassen von Korb.

Um 14:33 Uhr erreicht der Demonstrationszug den ersten Zwischenkundgebungsplatz am Korber Rathaus. Ein
Sprecher der Initiative „Rems-Murr NAZIFREI!“ hielt eine Rede zum Thema „Schwäbischer Hof“ und zur
Vertuschungspolitik von Bürgermeister, Landrat und Polizei. Er sprach auch über den Korber Widerstandskämpfer
Alfred Leikam, dem im Korber Rathaus 1937 von den Nazis der Prozess gemacht wurde. Auch die Korber
Pfarrfamilie von Eberhard Beck wurde in der Rede erwähnt. Die Familie Beck war Mitglied in der Untergrund-
organisation „Württembergische Pfarrhauskette“.
Die Gemeinde Korb wurde aufgefordert, die Korber Widerstands-
kämpfer entsprechend zu würdigen. Die Rede kann hier (durch anklicken) nachgelesen werden.
Das „Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart und Region“ sprach über die Situation im Rems-Murr-Kreis und
über aktuelle Ereignisse in Leonberg und Umgebung. Der Demonstrationszug setzt sich um 14:50 Uhr wieder in
Bewegung und erreicht nach wenigen Minuten die Eduard-Spranger-Strasse. Hier
wurden die politischen Hinter-
gründe des Naziunterstützers Eduard Spranger angesprochen, den die Gemeinde durch die Straßenbenennung
nach ihm ehrt. Die Vertreter der Gemeinde Korb, Bürgermeister Müller und der Gemeinderat, wurden dazu auf-
gefordert
, den Straßennamen zu ändern. Als Beispiel hierfür wurde der Widerstandskämpfer Johann Georg Elser
vorgeschlagen. Zum nachlesen des Redebeitrags bitte hier anklicken.  

Jugendliche wurden von den Nazis eingesetzt, um ihre Propagandaaufkleber anzubringen und um
Demonstrationsteilnehmer zu provozieren.

 

 
Anschließend zogen die Demonstranten zur Ernst-Heinkel-Strasse. Auch hier wurde die Person politisch durch-
leuchtet, nach der diese Straße benannt wurde. Ein NSDAP-Mitglied und Kriegsgewinnler, der sich auch an
jüdischem Eigentum bereichert hatte und Zwangsarbeiter beschäftigte. Hier wurde den Gemeindevertretern für
die Umbenennung die Stuttgarter Widerstandskämpferin Lilo Herrman vorgeschlagen, die von den Nazis 1938
ermordet wurde. Der komplette Redebeitrag kann hier nachgelesen werden.

Die Nazigegner setzten ihre Demonstration in Richtung Industriegebiet fort und erreichten gegen 15:30 Uhr den
Abschlusskundgebungsplatz.

 


Die Abschlusskundgebung…
… fand in sichtweite der Gaststätte „Schwäbischer Hof“ statt. Hier wurden noch Redebeiträge von diversen
Gruppierungen gehalten. Es kam auch eine Korber Bürgerin zu Wort, die sich bei den Demonstrationsteilnehmern
für deren Anwesenheit bedankte. Die Rede kann hier nachgelesen werden. Um 15:37 Uhr kam es hinter der
Polizeiabsperrungen zu Zwischenrufen. Unter anderem wurde gebrüllt: „Der Verein Weiler schaut hin gehört
verboten“.

 


Nach der Abschlusskundgebung löste sich die Demonstration friedlich auf.

Nach der Veranstaltung…
... kam es noch zu folgenden Ereignissen.

Zwei Frauen liefen zurück in die Ortsmitte, vorbei am „Schwäbischen Hof“. Dort standen zwei Männer in der Tür,
die Arme verschränkt, blickten sie auf den sich auflösenden Demozug. Der bulligere von den Männern sagte,
„wir merken uns die Gesichter“. „Gesichter merken“, wiederholte er. Die Frau aus Korb rief ihm entgegen:
„Keine Nazis in Korb“ und erhält von ihm die Antwort: „Aber auch keine Linken, die kosten uns zu viel“. Auf den
Einwand der Frau „Die Nazis erst recht.“ meinte der Herr: „Die kosten uns nichts!“ „Oh doch“, rief die Frau.
„Millionen von Menschenleben haben die gekostet.“ Der Mann fragte: „Waren Sie dabei?“
Die Frau sagte leise: „Das ist eine zweite „Linde“!“

Drei Männer, Mitglieder der Initiative „Rems-Murr NAZIFREI!“ saßen in einer Gartenwirtschaft mit Blick auf den
„Schwäbischen Hof“. Die Männer wurden von Gästen des „Schwäbischen Hofs“ zunächst abfotografiert.

 

Mehrere Personen aus dem „Schwäbischen Hof“ kamen auf die Antifaschisten zu. 
 

 

Anschließend setzten sich zwei Männer an den Nachbartisch und sprachen die Nazigegner ständig auf die
Demonstration an. Obwohl gegenüber den Männern aus dem „Schwäbischen Hof“ mehrfach geäußert wurde,
dass man sich mit ihnen nicht unterhalten wolle, redeten diese immerzu weiter auf die Männer ein. Es kam zu
Beleidigungen und Bedrohungen. Die Demonstranten wurden u.a. als Hartz 4 – Empfänger, Schwule und Penner
betitelt und es kam wieder zu dem Spruch: „Gesichter sind gemerkt“. Ein unversehrter Abzug aus der Garten-
wirtschaft war letztendlich nur unter polizeilicher Anwesenheit möglich.
 

Fazit:
Insgesamt war der Informations- und Aktionstag in Korb ein großer Erfolg für die antifaschistische Bewegung in
der Region: 150 Menschen gingen in Korb auf die Strasse gegen die Nazis und ihre Strukturen. Klar ist aber auch,
dass sich der „Schwäbische Hof“ als das zu erkennen gab, was er offensichtlich ist: Eine Gaststätte mit einen
rechtsextremen Publikum, deren Wirtin bewusst den Nazis eine „Unterkunft“ bietet.
Diese rechte Brutstätte wird
sich nicht in Luft auflösen und es bedarf weiterer gemeinsamer Anstrengungen, den Rechtsradikalen im Umfeld
des „Schwäbischen Hofs“ und überall sonst im Rems-Murr-Kreis keinen Platz zu lassen, um ihre menschenver-
achtende Propaganda zu verbreiten. Die heutige Demonstration war in Korb erst der Anfang und es werden
weitere Aktionen und Veranstaltungen folgen. Wir werden nicht dulden, dass Nazis hier ungestört ihre Strukturen
aufbauen können!

Gemeinsam und konsequent gegen die Naziszene im Rems-Murr-Kreis!
Rems-Murr NAZIFREI!
Wir bedanken uns bei allen, die am 17.09.2011 mit uns einen Schritt in diese Richtung
gemacht haben.

Der Bericht steht hier als PDF-Datei zur Verfügung!


DEMONSTRATIONSAUFRUF!

Samstag, 17.09.2011, auf dem Seeplatz in Korb.
09:00 - 13:30 Uhr: Infotisch
13:30 Uhr: Demonstrationszug durch Korb
 

Unterstützererklärung bitte per E-Mail an: presse@weiler-schaut-hin.de

 

Das braune Treiben hört nicht auf: Nazis treffen sich wieder im „Schwäbischen Hof“ in Korb.
Nachdem die Wirtin im Juni diesen Jahres offen erklärte, sie wolle den Faschisten von der NPD keine
Räume mehr zur Verfügung stellen, tat sie es im Juli erneut.
Wir werden nicht weiter dulden, dass Nazis hier ungestört ihre Strukturen aufbauen können!

 

 

In den Jahren 2009 und 2010 hat die NPD bereits zwei Landesparteitage im „Schwäbischen Hof“
abgehalten. Ebenso hielt ihre Jugendorganisation, die JN, im Juni 2010 ihre Bundeskonferenz dort ab.
All dies geschah im Verborgenen, ohne das Wissen der Korber Bevölkerung. Einzig der Bürgermeister,
der zuständige Landrat und die Polizei waren Mitwisser. Sie entschieden sich jedoch dafür, es vor der
Öffentlichkeit zu verschweigen. Denn sie befürchteten zu Recht, dass sich Unmut und Widerstand
gegen diese rassistische Hetze auftun würden.

 

Nach dem Bekanntwerden dieser braunen Aktivitäten in Korb, sagten alle Beteiligten zu, die Nazis
weder durch Stillschweigen noch durch Räumlichkeiten unterstützen zu wollen.
Doch diese Zusage wurde konkret und bewusst von der Wirtin des „Schwäbischen Hofes“ gebrochen.

 

Wir, das Bündnis 'Rems-Murr NAZIFREI!', sagen nun: Es reicht!

 

Wohin das ungehemmte Treiben von Nazis führen kann, hat nicht zuletzt der mehrfache faschistische
Mordversuch im April dieses Jahres in Winterbach gezeigt.

Die Nazis sind kein kleines Problem, dass nur zweimal jährlich in einer Kneipe tagen will. Sie sind im
Alltag bereits viel präsenter. Hier in Korb gibt es kaum eine Straße, in der sie nicht durch Aufkleber ihre
braune Hetze kundtun und im gesamten Rems-Murr-Kreis sind rechte Gewalttaten schon seit Jahren ein
anhaltendes Problem. Die Ideologie der Faschisten bedeutet Rassismus, Unterdrückung der Frau und
die Leugnung oder gar Gutheißen des Massenmordens an Millionen von Menschen.

 

Wir rufen dazu auf, am 17. September 2011 in Korb am Informations- und Aktionstag teilzunehmen!
Jetzt erst Recht gilt es die faschistischen Machenschaften und ihre Hintergründe ans Licht der
Öffentlichkeit zu bringen. Niemand hat das Recht Nazis zu unterstützen und ihre Aktivitäten zu dulden!

 

Samstag, 17.09.2011,

09:00 Uhr – 13:30 Uhr: Infotisch auf dem Seeplatz in Korb

 

13:30 Uhr: Demonstrationszug durch Korb, Startpunkt: Seeplatz

 

Es gilt: Rems-Murr NAZIFREI!

Kein Platz den rechten Umtrieben!

 

Unterstützer des Demonstrationsaufrufs (wird laufend aktualisiert):


Initiative "Rems-Murr NAZIFREI!"
Weiler schaut hin! e.V.

DGB Ortsverband Fellbach

DGB Ortsverband Schorndorf

VVN-BdA Kreisvereinigung Rems-Murr

VVN-BdA Kreisverband Esslingen
DKP Rems-Murr

MLPD Ludwigsburg/Rems-Murr

DIE LINKE Rems-Murr

DIE LINKE Fellbach-Kernen
DIE LINKE Stuttgart

Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart
Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart & Region

Offenes antifaschistisches Bündnis Kirchheim/Teck
Antifaschistische Initiative Leonberg
Kommunistische Initiative Baden-Württemberg

Young Struggle
Kurdische Jugend Stuttgart

Grüne Jugend Rems-Murr

Kampagne „Zusammen handeln- gegen rassistische Hetze und soziale
Ausgrenzung“  Berlin
 

 

Bernd Riexinger, Geschäftsführer ver.di Bezirk Stuttgart, Landessprecher DIE LINKE

Andreas Anlauff
Dagmar Uhlig, Sprecherin DIE LINKE Stuttgart 

Alfred Denzinger
Evelyn Hofer           

Schwäbische Wirtschaftsberatung GmbH

                                             

Stand: 13.09.2011, 13:00 Uhr

 

Unterstützererklärung bitte per E-Mail an: presse@weiler-schaut-hin.de

 


                          

 

 

 

Das nächste offene Treffen der Initiative „Rems-Murr NAZIFREI!“ findet am Montag, 26.09.2011, 19:30 Uhr,

in der Manufaktur in Schorndorf (Hammerschlag 8) statt.

Zu diesem Treffen sind alle interessierten Personen mit einer antifaschistischen Grundhaltung herzlich eingeladen!

_____________________________________

 

 

Aufruf
der Initiative
„Rems-Murr NAZIFREI!“

(Bitte hier herunterladen und unterzeichnet an „Rems-Murr NAZIFREI!“,
c/o Weiler schaut hin e.V., Postfach 18 12, 73608 Schorndorf
oder per E-Mail an R-M-N@weiler-schaut-hin.de)

In der Nacht vom 09. auf den 10.04 2011 fand ein fremdenfeindlicher Brandanschlag auf drei italienische und sechs türkische Mitbürger statt.
Die Opfer wurden zunächst u.a. mit Streitäxten angegriffen und gejagt. Fünf Angegriffene flüchteten in eine Gartenhütte und versuchten so, den gewalttätigen Nazis zu entkommen. Diese steckten daraufhin die Hütte – vermutlich mit Benzin - in Brand. Nur in letzter Sekunde entgingen die Opfer dem Flammentod und wurden von der ca. 30köpfigen Nazibande weiter angegriffen. Die Folgen hiervon: Handfraktur, schwere Prellungen, Gehirnerschütterung, Rauchvergiftung, zum Teil Verletzungen durch Dornen am ganzen Körper.

Dieser Vorfall kam nicht aus heiterem Himmel. Seit Jahren gibt es eine gewalttätige Entwicklung im Bereich der rechtsextremen Szene und eine Duldung von Neonaziveranstaltungen im Rems-Murr-Kreis. (Eine Auflistung diverser Vorfälle finden Sie am Ende des Aufrufs!)

 

Es reicht! Das Maß ist voll! Wir dulden keine Nazis und Rassisten im Rems-Murr-Kreis!
Nicht in Winterbach, nicht in Weiler, nicht in Korb, einfach nirgendwo!

 

Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Nazis Menschen angreifen und/oder ihre menschenver-achtende Meinung verbreiten! Faschismus war und ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

 

Neonazistrukturen dürfen auch im Rems-Murr-Kreis keine Chance haben. Rassismus, Ausländerhass, Deutschtümelei und die Verfolgung von Minderheiten sind mit unseren Werten nicht zu vereinbaren. Demokratie und Toleranz, kulturelle Vielfalt und ein solidarisches Zusammenleben sind grundlegende Bedingungen für die Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit aller Menschen – im Rems-Murr-Kreis und überall.

Die Initiative „Rems-Murr NAZIFREI!“ ist offen für alle Menschen und Gruppen, die eine anti-faschistische Grundhaltung haben. Insbesondere ohne Rücksicht auf Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung oder Religion.

Wir wollen über die Umtriebe und Strukturen der Nazis im Rems-Murr-Kreis informieren, Aufklärung betreiben und gegen die Naziszene im Rems-Murr-Kreis aktiv werden.

Wir wollen, dass die Nazis erfahren, was wir von ihnen halten und dass sie unter uns unerwünscht sind.

Uns reicht es nicht, Symbole zu setzen, weit weg von den Nazis.
Unser Weg ist dabei die Aufklärung (z.B. durch Veranstaltungen), Demonstrationen und Mahnwachen vor ihren Treffpunkten und Veranstaltungsorten, nicht die Gewalt.

Wir arbeiten unter dem gemeinsamen Inhalt des Antifaschismus und missbrauchen dieses Ziel nicht zur Profilierung unserer Gruppen oder Personen.

Spendenkonto: Weiler schaut hin! e.V., Volksbank Stuttgart eG, BLZ: 600 901 00, Konto: 031 945 800 8, Verwendungszweck: „Rems-Murr NAZIFREI!“ oder „R-M-N“

Wir rufen alle antifaschistischen Menschen und Gruppen auf, diesen Aufruf zu unterzeichnen!



Chronologie der jüngsten Nazi-Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis

Die Chronologie von Nazi-Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Recherchen und Analysen. Es ist ein Versuch die rechte Szene öffentlich zu machen und einzuordnen.

April 2011:
In der Nacht vom 09. auf den 10.04 2011 fand ein fremdenfeindlicher Mordversuch auf drei italienische und sechs türkische Mitbürger statt (siehe Einleitung des Aufrufs).

Totschweigen und Duldung von NPD Landesparteitagen in Korb durch den Korber Bürgermeister Müller.

 

Oktober 2010:
Störungsversuchen aus dem Umfeld der „Linde“. Mahnwachenteilnehmer wurden mehrfach beleidigt und es wurde Gewalt angedroht. Die Polizei nahm zwar entsprechende Ermittlungen auf und die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren mit der Begründung ein, dass es kein ausreichendes öffentliches Interesse gäbe.


März 2010:
Am 17.03.2010 greifen drei mit Schlagstöcken bewaffnete Nazis in Waiblingen eine Aufklärungsveranstaltung über die Naziszene an.   

 

Februar 2010:
Gewalttätige Übergriffe durch Nazischläger auf Mahnwachenteilnehmer vor dem Nazitreffpunkt „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Es wurden Menschen angegriffen, beleidigt und beschimpft. Es kam zu Sachbeschädigungen am Eigentum des Vereins „Weiler schaut hin! e.V.“. beschädigt. Besitzer der Immobilie „Linde“ ist der wegen Urkundenfälschung und unerlaubtem Waffenbesitz vorbestrafte aktive NPD-Funktionär Jürgen Wehner.

 

November 2009:
Am 04.11.09 fand in Kulturhaus Schwanen in Waiblingen ein Vortrag des SPD-Politikers Stephan Braun über die „Junge Freiheit“ statt. 15 Nazis aus dem Rems-Murr-Kreis störten durch Provokationen (unter anderem Werfen von Flugblättern). Am 13.11.09 spielte neben der rechten Hooligan-Band "Kategorie C" die Rechtsrock-Band "Weissgluht" aus Fellbach in Stuttgart. Am 28.11.09 fand in der Rockdiskothek „Belinda“ in Sulzbach ein Konzert der rechtsoffenen Band „Krawallbrüder“ statt. Der ursprüngliche Ort in Stuttgart wurde auf Grund einer antifaschistischen Intervention abgesagt. Eine Mehrzahl von rechten Konzertbesuchern prägte das Publikum.


Oktober 2009:
Am 03.10.09 demonstrierten 150 Neonazis in Friedrichshafen. Einige Nazis aus dem Rems-Murr-Kreis waren mit eigenen Transparent („Offensive Rems-Murr“) dabei, welches ebenfalls am 01.05.09 in Ulm schon im Einsatz war. Am 04.10.09 feierte die NPD bei Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) eine Sommersonnwendfeier mit angeblich 80 Teilnehmern. Die NPD-Funktionärin Edda Schmidt hielt einen Vortrag.

September 2009:
Am 19.09.09 spielte im Live Club in Wendlingen die Nazi-Band „Weissgluht“ aus Fellbach (Rems-Murr-Kreis) unter dem Motto „Deutsch Rock Nacht“ mit der Band „Glorreiche Halunken“. Zur Bundestagswahl am 27.09.09 trat für die NPD neben Jürgen Schützinger, Janus Nowak, Edda Schmidt, Klemens Lockfisch und Andreas Schäfer auch Torsten Ziegler (Kernen im Remstal) für den Wahlkreis Backnang - Schwäbisch Gmünd an.

August 2009:
Am 06.08.09 erfolgte eine Hausdurchsuchung bei dem rechten Plattenlaben „RACords“ in Waiblingen (Stettiner Straße). Es wurden mehrere Tausend Rechtsrock-CDs beschlagnahmt. Der Versandhandel von Sascha Deuerling vertreibt/produziert seit mehr als 5 Jahren verschiedene Rechtsrock – Tonträger. Am 17.08.09 gedachten 30-40 Neonazis von den „Freien Kräften“ und der NPD/Junge Nationaldemokraten im Rahmen der Hess-Wochen in Kernen-Rommelshausen auf dem örtlichen Friedhof dem Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess.

Mai 2009:
Am 01.05.09 nahmen 40 Nazis mit zwei eigenen Blöcken und Transparenten („Offensive Rems-Murr“ und „NPD Rems-Murr“) an der Nazi-Demonstration (800-1.000 Teilnehmern) in Ulm teil. Am 17.05.09 fand in Waiblingen die Neuwahl des NPD-Landesvorstandes und die Wahl der Landesliste zur Bundestagswahl 2009 statt. Es waren 60 Vertreter der Kreisverbände anwesend. Als Gastredner trat der Parteivorsitzende Udo Voigt auf. Für 2 Jahre wieder gewählt wurde Jürgen Schützinger. Beisitzer wurden der JN-Landesvorsitzende Lars Gold, Edda Schmidt, Matthias Brodbeck, Ronnie Hellriegel, Martin Krämer, Andreas Schäfer, Jürgen Doderer und Rudolf Schützinger.

März 2009:
Am 15.03.09 feierten 50 Nazis mit einem Fackelmarsch ein so genanntes „Heldengedenken“ im Rems-Murr-Kreis.

Februar 2009:
Am 06.02.09 zogen mehr als 50 Nazis aus dem JN – Umfeld (Nachwuchsorganisation der NPD) mit Spontandemos durch Schorndorf und Welzheim um gegen das Verbot eines Rechtsrockkonzertes zu demonstrieren.

Januar 2009:
Nazis haben am Vorabend zum Gründungstag des „Deutschen Kaiserreiches“ ein 6 Meter langes Banner mit dem Aufdruck „Es ist Licht am Ende des Tunnels – Das deutsche Reich kommt wieder!“ an einer Brücke über der B10 von Aalen nach Stuttgart aufgehängt.


2008:
Diverse „Partys“ in der „Linde“ in Schorndorf-Weiler und an nahegelegenen Baggerseen. / Juli 2008: Rechter Liederabend in der „Linde“ in Schorndorf-Weiler mit der Nazi-Band „Weissgluht“ mit ca. 50 Besuchern.   à Platzverweise, Ermittlungen wegen Volksverhetzung / März 2008:
Konzert in der „Linde“ in Schorndorf-Weiler mit der Nazi-Band „Weissgluht“ mit ca. 70 Teilnehmern.


2007:
Diverse Naziprovokationen aus dem Umfeld der „Linde“ in Schorndorf-Weiler, z.B. durch Nazigegröle, Aushängen von Hitlerporträts, skandieren des Hitlergrußes (à Anzeige à 1200 € Geldstrafe), verbale sexistische Angriffe, Gewaltandrohungen… auch in schriftlicher Form.


2006:
Herbst 2006: Gründung „Patriotischer Stammtisch“ in der „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Überregionale Werbung in einschlägigen rechten Zeitungen für den neu gegründeten patriotischen Stammtisch. Nutzung der „Linde“ für NPD-Schulungsveranstaltungen und als Logistikzentrum für die gesamte Region. Die Anlieferung des Propagandamaterials erfolgt meist mit LKW´s und wird in der Folge von Nazis aus der Region mit PKW´s abgeholt. Gesichtete KFZ-Kennzeichen: WN, SHA, HDH, PF, KÜN, LB, AA, GP, BB…….  / Oktober 2006: Am Abend des 23.10.2006 zogen in Schorndorf fünf Neonazis durch die Friedens-, Burg- und Schlichtener Straße. Sie schrien ausländerfeindliche Sprüche in ein Megafon und forderten auf einem Plakat den Einwanderungsstopp. / Sommer 2006: Das bekennende NPD-Mitglied Jürgen Wehner erwirbt die Immobilie „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Im Keller der „Linde“ werden Schießübungen von Rechtsradikalen mit scharfer Munition durchgeführt. Die Polizei ermittelt nun wegen Verdachts auf Volksverhetzung. Die Polizei hat bei einer Razzia Waffen, NPD-Propaganda-Material und diverse Fotos und Landkarten beschlagnahmt.

 

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26.05.2011

OFFENER BRIEF DER INITIATIVE „REMS-MURR NAZIFREI!“
AN DEN KORBER BÜRGERMEISTER JOCHEN MÜLLER.

 

Bürgermeisteramt Korb
Bürgermeister Jochen Müller
71404 Korb

Sehr geehrter Herr Müller,

 

im vergangenen Jahr fanden in Korb mehrere Veranstaltungen der neofaschistischen NPD und ihrer Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" statt.
Austragungsort der zwei Landesparteitage der Mutterpartei und einer bundesweiten Konferenz der JN, war die Gaststätte "Schwäbischer Hof".

 

Dass diese Information erst so spät an die Öffentlichkeit dringen konnte, liegt an Ihrer Vertuschungspolitik. Um Proteste gegen die faschistischen Versammlungen zu verhindern, verschwiegen Sie dem Gemeinderat und der Presse die rechten Veranstaltungen.

... zum Weiterlesen hier klicken!

 

     

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26.05.2011

OFFENER BRIEF DER INITIATIVE „REMS-MURR NAZIFREI!“
AN DIE BETREIBERIN DER GASTSTÄTTE „SCHWÄBISCHER HOF“ IN KORB.

 

 

Frau
Ingrid Heinrich
Gaststätte Schwäbischer Hof
Dieselstr. 2
71404 Korb

 

 

Sehr geehrte Frau Heinrich,

 

in Ihrer Gaststätte fanden in den letzten Jahren mehrere Saalveranstaltungen der neofaschistischen Partei NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschland) und ihrer Jugendorganisation JN (Junge Nationaldemokraten) statt.

Bei den Veranstaltungen handelte es sich um zwei Landesparteitage der Mutterpartei und einem bundesweiten Kongress der Jugendorganisation. Im Rahmen dieser Treffen wurde über die landes- und bundesweite Koordination und Organisation einer von Grund auf menschenverachtenden Politik diskutiert - über Politik, die sich nicht nur in rassistischen Hetztiraden in Parlamenten und in Stammtischen äußert, sondern sich auch ganz direkt in brutalen Gewaltakten auf der Straße entlädt.

 

... zum Weiterlesen hier klicken!

 

 

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Kundgebung und Mahnwache am Freitag, 27.05.2011 um 18:30 Uhr, Schorndorf-Weiler, Lindenplatz: 

KEIN PLATZ FÜR FASCHISTEN! WEDER IN WEILER, NOCH ANDERSWO! REMS-MURR NAZIFREI! Gegen den Nazitreffpunkt "Linde"!

Weiteres Thema: Rassistentreffen in Stuttgart und Infoveranstaltung am Samstag, 28.05.2011, in Korb.

JETZT ERST RECHT: WEILER SCHAUT HIN!

Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die Naziszene im Rems-Murr-Kreis setzen!

                  

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Die Initiative "Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo!" wurde auf
der Sitzung am 03.05.2011 in "Rems-Murr NAZIFREI!" umbenannt! 

 

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Presseerklärung:

 

Verharmlosung rechter Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis

 

Im vergangenen Jahr fanden in Korb im Rems-Murr-Kreis mehrere Veranstaltungen der neofaschistischen NPD und ihrer Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" statt. Austragungsort der zwei Landesparteitage der Mutterpartei und einer bundesweiten Konferenz der JN, war die Gaststätte "Schwäbischer Hof".

Dass diese Information erst so spät an die Öffentlichkeit dringt, liegt an der Vertuschungspolitik von verantwortlichem Landrat, dem Bürgermeister und der Polizei. Um Proteste gegen die faschistischen Versammlungen zu verhindern, verschwieg der Bürgermeister der Stadt Korb, Jochen Müller dem Gemeinderat und der Presse die rechten Treffs.

 

Der Pressesprecher der Initiative "Rems-Murr NAZIFREI!", die aus der ehemaligen Initiative "Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo!" hervorgegangen ist, äußert dazu: "Dieses Verhalten der verantwortlichen Behörden ist ein politischer Skandal. Es ist nicht erst seit dem Auftauchen der NPD-Immobilie 'Linde' in Schorndorf-Weiler und dem mehrfachen rassistischem Mordversuch in Winterbach bekannt, dass faschistisches Gedankengut und die dazugehörigen Organisationen im Rems-Murr-Kreis eine besondere Gefahr darstellen. Der notwendige Protest gegen diese Entwicklungen wird von offizieller Seite offenbar als Bedrohung empfunden, während das menschenverachtende Treiben selber geduldet wird."

Auch beim Vorfall in Winterbach war der Polizei bereits im Vorhinein das Stattfinden einer faschistischen Feier bekannt. Dass derartige Veranstaltungen ein enormes Gewaltpotenzial in sich bergen, hat sich nun ein weiteres Mal bestätigt.

Die Initiative erklärt dazu weiter "Das Verhalten der Polizei vor dem rechten Gewaltausbruch in Winterbach und die Vertuschungsstrategie der Verantwortlichen in Korb sind Teil einer weitreichenden Verharmlosung rechter Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis. Wenn wir nicht wollen, dass die Neofaschisten hier auch weiterhin erstarken, müssen wir uns aktiv für eine grundlegende Wende in dieser Herangehensweise einsetzen. Es gilt, neofaschistisches Treiben zu veröffentlichen, darüber aufzuklären und Proteste dagegen zu unterstützen."

 

Trotz jahrelanger Aufklärungsarbeit des Vereins "Weiler schaut hin! e.V." und regelmäßigen rechten Gewalttaten in der Region, äußerte der Waiblinger Landrat Johannes Fuchs öffentlich, dass es keine rechten Strukturen im Rems-Murr-Kreis gebe.

Die Initiative begrüßt und unterstützt daher die Forderungen nach dem Rücktritt des politischen Verantwortlichen Landrats, des Korber Bürgermeisters und des Waiblinger Polizeichefs Ralf Michelfelder, der die Vertuschung in Korb gemeinsam mit dem Bürgermeister abgesprochen hat.

Der Versuch des GdP Sprechers Biehler, dieses Bestreben mit der Forderung nach einer Polizei im Stil der nationalsozialistischen SA gleichzusetzen, ist ein erneuter skandalöser Versuch, antifaschistische Arbeit zu diskreditieren und das eigentliche Problem der rechten Hetzer zu relativieren.

 

06.05.2011

 

Initiative „Rems-Murr NAZIFREI!“

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Kein Platz für Faschisten! Weder in Weiler, noch anderswo!

 

 

Am 10.12.2010 fand in der Manufaktur in Schorndorf ein Unterstützertreffen der Initiative „Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo“ statt. Hauptthema war die Auswertung der Demonstration vom 27.11.2010 und die mögliche weitere Vorgehensweise der Initiative.


Über 300 Teilnehmer bei der Demonstration am 27.11.2010.

 

Am 27.11.2010 fand in Schorndorf eine Demonstration gegen Nazistrukturen im Rems-Murr-Kreis und gegen den Nazitreffpunkt „Linde“ in Weiler statt. Am Demonstrationszug nach Weiler beteiligten sich über 300 TeilnehmerInnen. Aufgerufen hierzu hatte die Initiative „Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo!“. Diese Initiative wurde im Juli dieses Jahres durch „Weiler schaut hin! e.V.“ und der Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative zwischenzeitlich von rund 30 Organisationen und Einzelpersonen.

 

Die Vorgeschichte:

Im Jahre 2006 erwarb der NPD-Funktionär Jürgen Wehner das Gaststättengebäude "Linde" in Schorndorf-Weiler. Unter Parteileitung wurde es schnell zu einem faschistischen Propagandazentrum ausgebaut, das mit billigem Bier und rechten Veranstaltungen vor allem Jugendliche anlocken sollte. Dabei wurde nicht nur mit massenhafter Hetze der NPD hantiert, sondern auch vor Schiessübungen im Keller des Hauses, dem öffentlichen Ausstellen eines Hitler-Portraits und direkten Angriffen auf AntifaschistInnen vor dem Gebäude nicht Halt gemacht.

 

Im Jahre 2008 konnten AntifaschistInnen aus Weiler nach langem Ringen den Entzug der Gaststättenlizenz für Jürgen Wehner erreichen. Doch auch nach diesem Teilerfolg bleibt die "Linde" weiterhin ein wichtiges Standbein der NPD in der Region, dient als Lagerort für Propaganda und als Veranstaltungsort für Schulungen und interne Nazifeiern. Und auch Jürgen Wehner tritt bei den Landtagswahlen 2011 erneut als NPD-Kandidat für Schorndorf an.

 

Die anwachsende Naziszene im Rems-Murr Kreis besteht zu großen Teilen aus unorganisierten Jugendlichen, die bei Festen und öffentlichen Veranstaltungen durch Pöbeleien und gewalttätige Übergriffe auf MigrantInnen und Andersdenkende auf sich aufmerksam machen. Sie sind es, die mit der "Linde" für die Nazipartei geworben werden sollen und schon jetzt in ihrem Dunstkreis verkehren.

 

Die Kundgebung in Schorndorf…

… begann mit 45minütiger Verspätung, da die Polizei auf eine Überprüfung der Ordnerpersonalien bestand und die übertriebenen Auflagen durchdrückte. Diese Vorgehensweise entspricht nicht dem geltenden Versammlungsgesetz und wurde unter Protest des Veranstalters durchgesetzt. Eine Polizeisprecherin hatte bestätigt, dass auf Weisung der Bundespolizei vereinzelt S-Bahnen nicht an den Haltestellen Winterbach und Schorndorf-Weiler gehalten haben. Somit wurden potenzielle DemonstrationsteilnehmerInnen an der Ausübung ihres Grundrechts auf Versammlungsfreiheit behindert und deren Teilnahme unmöglich gemacht. Bei der Auftaktkundgebung sprachen Redner von verschiedenen Gruppierungen zur Situation in Weiler und im Rems-Murr-Kreis.

 

Der Demonstrationszug…

… startete mit einer Stunde Verspätung und wurde von der örtlichen Polizei, unterstützt von Bundes- und Bereitschaftspolizei, begleitet und teilweise behindert. Insgesamt waren über 100 Polizeibeamte im Einsatz. Nach einer Zwischenkundgebung an der Schorndorfer Künkelinhalle erreichte der Demonstrationszug den Abschlusskundgebungsplatz in der Nähe des Nazitreffs „Linde“ in Weiler.

 

Die Abschlusskundgebung…

… wurde anfangs von der Polizei erheblich gestört, da diese mit laut kläffenden Hunden die „Linde“ weiträumig abgesperrt hatte und eine Kundgebung durch die bellenden Hunde undurchführbar gemacht wurde. Ein Demonstrant wurde von einem Polizeihund gebissen. Nachdem der Versammlungsleiter die Einsatzleitung der Polizei mehrfach zum Abzug der Hunde aufgefordert hatte, zog diese die Hundestaffel ab. Nach der Abschlusskundgebung gingen die Teilnehmer friedlich auseinander.

 

Fazit:

Insgesamt werten wir die Veranstaltung am 27.11.2010 als Erfolg für die antifaschistische Bewegung in der Region: Über 300 Menschen gingen in Schorndorf und Weiler auf die Strasse gegen die Nazis. Klar ist aber auch, dass sich der Nazitreffpunkt „Linde“ nun nicht in Luft auflösen wird und es weiterer gemeinsamer Anstrengungen bedarf, den Nazis in der „Linde“ und im Rems-Murr-Kreis keinen Platz zu lassen, um ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten. Unsere Demonstration war erst der Anfang und es werden weitere Aktionen und Veranstaltungen folgen. Gemeinsam und konsequent gegen die „Linde“ in Weiler und die Naziszene im Rems-Murr Kreis! Wir bedanken uns bei allen, die am 27.11.2010 mit uns einen Schritt  in diese Richtung gemacht haben.

 

Weitere ausführliche Informationen, Berichte und Bilder zur Demonstration vom 27.11.2010 befinden sich unter

http://www.weiler-schaut-hin.de/pageID_10443257.html
http://www.demobeobachtung.versammlungsrecht.info

http://linksunten.indymedia.org/de/node/29352

 

 

Weitere Vorgehensweise der Initiative

 

Angedachte Aktionen im Jahr 2011:

Kulturveranstaltungen (z.B. Rock gegen Rechts)

Workshops (z.B. „Was beinhaltet die Naziideologie?“ / Erstellen von Buttons, Transparenten, Plakaten…)

Veranstaltungen zur Landtagswahl (z.B. Kundgebungen, Diskussionen, Referate)

Mahnwachen vor dem Nazitreffpunkt „Linde“ in Weiler

 

Das nächste offene Treffen der Initiative findet am Mittwoch, 23.02.2011, 19 Uhr, in der Manufaktur in Schorndorf statt. Zu diesem Treffen sind alle interessierten Personen mit einer antifaschistischen Grundhaltung herzlich eingeladen!

 

Initiative „Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo!“

  

 

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Über 300 Teilnehmer bei der Demo... ein voller Erfolg!
Allerdings von Anfang bis Ende umrahmt von Polizeiprovokationen... auf die aber kein Teilnehmer reinfiel.
Vielen Dank an alle TeilnehmerInnen für die erfolgreiche Aktion!

 

 

 

 

Kein Platz für Faschisten!
Weder in Weiler, noch anderswo!

Am 27. November 2010 auf die Straße gegen Rechts! Heraus zur antifaschistischen Demonstration in Schorndorf um 14 Uhr, vor dem Bahnhof!

 

Im Jahre 2006 erwarb der NPD-Funktionär Jürgen Wehner das Gaststättengebäude "Linde" in Schorndorf-Weiler. Unter Parteileitung wurde es schnell zu einem faschistischen Propagandazentrum ausgebaut, das mit billigem Bier und rechten Veranstaltungen vor allem Jugendliche anlocken sollte. Dabei wurde nicht nur mit massenhaft Hetze der NPD hantiert, sondern auch vor Schiessübungen im Keller des Hauses, dem öffentlichen Ausstellen eines Hitler-Portraits und direkten Angriffen auf AntifaschistInnen vor dem Gebäude nicht Halt gemacht.

 

 

 

 Im Jahre 2008 konnten AntifaschistInnen aus Weiler nach langem Ringen den Entzug der Gaststättenlizenz für Jürgen Wehner erreichen. Doch auch nach diesem Teilerfolg bleibt die "Linde" weiterhin ein wichtiges Standbein der NPD in der Region, dient als Lagerort für Propaganda und als Veranstaltungsort für Schulungen und interne Nazifeiern. Und auch Jürgen Wehner tritt bei den Landtagswahlen 2011 erneut als NPD-Kandidat für Schorndorf an.

 

Die anwachsende Naziszene im Rems-Murr Kreis besteht zu großen Teilen aus unorganisierten Jugendlichen, die bei Festen und öffentlichen Veranstaltungen durch Pöbeleien und gewalttätige Übergriffe auf MigrantInnen und Andersdenkende auf sich aufmerksam machen. Sie sind es, die mit der "Linde" für die Nazipartei geworben werden sollen und schon jetzt in ihrem Dunstkreis verkehren. Die "Linde" ist jedoch kein Einzelfall. 

 

Bundesweit versucht die NPD sich mit eigenen Gebäuden Verankerung in der Bevölkerung zu verschaffen und ihr menschenverachtendes Gedankengut mit Kulturprogramm und politischen Schulungen zu verbreiten. Sie ist inzwischen die stärkste Kraft im faschistischen Lager und rekrutiert Rechte aus verschiedenen Lagern.

 

Schon einmal konnten die Faschisten, gestützt und gefördert von großen Teilen der deutschen Wirtschaft, die Macht in diesem Land an sich bringen. Es folgten Jahre der unmenschlichen Ausbeutung und Unterdrückung, ein rassistischer und antisemitischer Massenmord an Millionen von Menschen und ein unvergleichlich zerstörerischer Weltkrieg. Nun gilt es die Lehren aus der Geschichte zu ziehen!

 

Wann immer die heutigen Nazis sich zeigen, ist es unsere Aufgabe, ihrem Treiben entschlossenen Widerstand entgegenzusetzen und ihre rassistische und völkische Hetze zu entlarven. Ihre Organisationen müssen durch unseren Druck verboten und aufgelöst werden.

 

Je länger wir ihre Politik dulden, desto besser werden sie sich aufstellen und verankern - je weniger wir sind, desto skrupelloser werden sie.

 

Gemeinsam, laut und unnachgiebig sind wir in der Lage die Nazis zurückzudrängen. Mit fortschrittlichen Antworten auf zunehmende soziale Missstände können wir ihnen den Nährboden für ihre menschenverachtende Hetze entziehen.

 

 

 

 

 

Gemeinsam und konsequent gegen die Linde und die Naziszene im Rems-Murr Kreis!

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 27. November 2010 auf die Straße gegen Rechts! Heraus zur antifaschistischen Demonstration in Schorndorf um 14 Uhr, vor dem Bahnhof!

 

 

 

 

 

Unterstützer:

 

 

Weiler schaut hin! e.V.

Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart

Attac Schorndorf

VVN-BdA Baden-Württemberg 

VVN-BdA Kreisverband Esslingen 

 

Ver.di Baden Württemberg, Fachgruppe Bildende Kunst

Ver.di Jugend Stuttgart

DIE LINKE Stuttgart

MLPD Stuttgart / Ludwigsburg/Rems-Murr

DIDF Stuttgart

SI Solidarität International Stuttgart

Revolutionäre Aktion Stuttgart

FAU Stuttgart

AIL Antifaschistische Initiative Leonberg

OAB Offenes Antifaschistisches Bündnis Kirchheim/Teck

(LB)² Libertäres Bündnis Ludwigsburg

Linksjugend ['solid], Ludwigsburg

SJD – Die Falken KV Rastatt i.A. des Bündnisses

„Weg mit dem Nazizentrum in Söllingen“

Kurdische Jugend Stuttgart, Heilbronn, Pforzheim

 

Bernd Riexinger, Geschäftsführer Ver.di Stuttgart, Mitglied des Landesvorstands DIE LINKE in Baden-Württemberg
Cuno Hägele, Gewerkschaftssekretär Ver.di, Stuttgart

Tom Adler, Betriebsrat Daimler-Untertürkheim, IG Metall,

Stadtrat Stuttgart, Fraktionsgemeinschaft SÖS und LINKE

Lydia Trüten, IG Metall Vertrauensfrau, Esslingen

Thomas Trüten, IG Metall Vertrauenskörperleitungsmitglied, IG Metall Delegiertenversammlung Esslingen

Markus Spreitzer, Ver.di OV Stuttgart

Udo Rauhut, Kreisschatzmeister DIE LINKE Rems-Murr

Alfred Denzinger

Evelyn Hofer

Schwäbische Wirtschaftsberatung GmbH

 

 

Stand: 24.11.2010