Aktionstage „Laut gegen rechte Gewalt“ am 06.04.2013 in Schorndorf und am 09.04.2013 in Winterbach
Hier gibt´s Bilder von den Aktionstagen!
Bei der Auftaktkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz in Schorndorf ...
… versammelte sich am 06.04.2013 um 14:00 Uhr ein breites Spektrum. Die 200 TeilnehmerInnen lauschten nach der Begrüßung den RednerInnen
der verschiedenen Gruppierungen die speziell auf den bevorstehenden Jahrestag des Winterbacher Brandanschlags eingingen.
Der Demonstrationszug …
... startete gegen 14:30 Uhr mit anfangs 200 TeilnehmerInnen zog durch die Straßen von Schorndorf und wuchs mit der Zeit auf 250 TeilnehmerInnen an.
Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle und die Polizei beschränkte sich auf ihre Aufgabe, den Verkehr zu regeln bis auf eine Ausnahme. Kurz vor
der zweiten Zwischenkundgebung war die Bereitschaftspolizei präsent und postierte sich vor ein gewerbliches Anwesen, das der Familie einer
Angeklagten im zweiten Winterbachprozess gehört. Es kam zu keinen Personenkontrollen; weder bei den TeilnehmerInnen der Demonstration, noch bei
den OrdnerInnen.
Die Zwischenkundgebungen ...
… Als erstes kurz nach Beginn der Demonstration in der Nähe der Hetzelgasse. Hier hatte einer der Angeklagten im zweiten Prozess zum Winterbacher
Brandanschlag und der Besitzer des Grundstücks, auf der die rechte Party statt fand, bereits vor einigen Jahren einen griechischen Geschäftsmann
angegriffen. Als nächstes gab es in der Nähe eines gewerblichen Anwesens in Schorndorf eine Rede. Hier wurde darauf eingegangen, dass die Tochter
des Hauses die Gastgeberin der rechten Party war, die in einer Gewaltorgie und dem Brandanschlag endete.
Die letzte Zwischenkundgebung fand vor der Kirche statt. Hier wurde das Verhalten von Kirche und Stadt thematisiert und zu einem vielfältigen und
kreativen Widerstand ohne Links-Rechts-Gleichmacherei aufgefordert.
Die Abschlusskundgebung ...
... mit verschiedenen Redebeiträgen fand im Innenhof der Manufaktur statt.
Nach der Abschlusskundgebung löste sich die Demonstration friedlich auf.
Die Infoveranstaltung „Zwei Jahre nach dem Brandanschlag: Was bisher geschah und wie geht es weiter“…
… begann um 17:00 Uhr in der Manufaktur. Der kleine Saal war gut besetzt und die dreißig BesucherInnen erhielten einen Einblick über die Partygäste
und deren weit verzweigtes Netzwerk an Verbindungen. Die juristische und polizeiliche Aufarbeitung wurde kritisch betrachtet. Danach wurde zur Frage
„Was tun gegen faschistische Gewalt?“ der Ansatz der Initiative Ansatz erläutert. Einzelne Beispiele machten klar was wir unter „Erinnern, Informieren,
Aktiv werden“ in der Praxis verstehen und dass es uns wichtig ist einen breiten gesellschaftlichen Widerstand weiter aufzubauen, der vielfältig und
kreativ ist. Im Anschluss wurde diskutiert was konkret getan werden kann um den in der bürgerlichen Mitte vorhandenen Rassismus abzubauen und wie
am effektivsten gegen rechte Gewalt gehandelt werden kann. Es ergaben sich Handlungsempfehlungen und der Ansatz der Initiative wurde bestätigt.
Das Konzert „Laut gegen rechte Gewalt!“…
… startete gegen 18 Uhr. Die 220 BesucherInnen füllten den großen Saal der Manufaktur. Der Moderator und die Musiker brachten den Tanzsaal zum
Kochen. Die Stimmung war hervorragend und die vier Bands boten ein gemischtes Musikprogramm, bei dem alle BesucherInnen auf ihre Kosten kamen.
Aus dem Publikum kam es immer wieder spontan zu Rufen von antifaschistischen Parolen, wie z.B. „Nazis raus“. Gegen Mitternacht endete das Konzert
ohne Zwischenfälle.
Folgende Bands waren in Aktion: Dirt Effect, Eternal Struggle, Supermihl and Superfriends, Merry Jugde
Die Ausstellung „Winterbach“ am 09.04.2013 in der Lehenbachhalle in Winterbach ...
… wurde von den BesucherInnen der Podiumsdiskussion, die durch die Initiative „Hand in Hand“ und „Agenda 21“ zum Thema „Migranten in öffentlichen
Ämtern“ veranstaltet wurde, mit großem Interesse besichtigt. Die Reaktionen waren sehr positiv. Viele gaben den Künstlern die Rückmeldung, dass der
künstlerische und journalistische Aspekt gut verbunden wäre und mit dem Kunstwerk ein Bewusstsein für den Brandanschlag geschaffen werde.
Am Infotisch der Initiative wurden Bücher und Infomaterial gut angenommen. Das Flugblatt der Initiative zum Jahrestag „Erinnern, Informieren, Handeln“
fand großes Interesse.
Fazit:
Um eine Überschneidung mit dem beginnenden NSU-Prozess und der Demonstration am 13.04.2013 in München zu vermeiden wurde der erste Aktionstag
eine Woche nach vorne verschoben und fand in den Ferien statt. Daher kamen etwas weniger TeilnehmerInnen als im Vorjahr. Durch die Verschiebung
gelang es die Aufmerksamkeit auf die Gefahr durch rechte Gewalt sowohl im Rems-Murr-Kreis als auch bundesweit zu lenken und zu signalisieren, dass
gesellschaftlicher Rassismus und die Verstrickung von Behörden und Nazis, wie sie anhand der Aufdeckung des NSU zu Tage treten, Themen sind, die auch
für die antifaschistischen Arbeit im Rems-Murr-Kreis eine große Bedeutung haben.
Insgesamt waren die Aktionstage ein großer Erfolg für die antifaschistische Bewegung im Rems-Murr-Kreis: 250 Menschen aus den unterschiedlichsten
Gruppierungen (Antifa-Gruppen, Gewerkschafter, Christen, Kommunisten, Sozialisten, Libertäre, Grüne u.a.) gingen in Schorndorf gemeinsam auf die Straße
gegen die Neonazis und ihre Strukturen. 220 TeilnehmerInnen besuchten das antifaschistische Konzert und über 30 Menschen zeigten ihr Interesse an der
Informationsveranstaltung und Diskussionsrunde. In Winterbach besichtigten etwa 200 BesucherInnen die Installation „Winterbach“. Sie wird bis zum 5.Mai
im Winterbacher Rathaus zu sehen sein und danach an weiteren Stationen gezeigt werden.
Das Konzept der Demonstration an ausgewählten Orten ein Zeichen zu setzen und auf unseren Ansatz „Erinnern, Informieren, Aktiv werden“ hinzuweisen
ging voll auf. Auch im Vortrag, im Konzert, bei der Ausstellung und vielen Gesprächen im Rahmen der Aktionstage wurde dies bestätigt.
Die rechtsradikalen Szene im Landkreis und darüber hinaus wird sich nicht in Luft auflösen und es bedarf weiterer gemeinsamer Anstrengungen, den
Rechtsradikalen im Rems-Murr-Kreis keine Möglichkeit zu geben, ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten. Die Aktionstage waren die
Fortsetzung einer konsequenten antifaschistischen Politik, die von der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ seit Juli 2010 im Kreis betrieben wird.
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Solidaritätserklärung der Initiative Rems-Murr-Nazifrei vom April 2013
Mit Empörung haben wir erfahren, dass es am 2. März während und nach der Aktion "Roter Teppich für Toleranz" des Bündnisses
"Kreis Göppingen Nazifrei" Menschen von Neonazis angegriffen wurden. Zwei Aktivisten wurden so schwer verletzt, dass sie ins
Krankenhaus gebracht werden mussten.
Bei einer friedlichen Aktion von Nazis gewalttätig angegriffen zu werden haben wir leider auch schon erleben müssen (siehe Chronologie
auf unserer Homepage). Danach haben wir viel Solidarität erfahren, die uns ermutigt hat weiter zu machen und unsere Aktivitäten zu verstärken.
Mutige Menschen, die auf der Straße spektrenübergreifend ein richtiges und wichtiges Zeichen gegen Faschismus setzen wollen sind dadurch
zusammen gerückt. Diesen Zusammenhalt haben wir in Göppingen teilweise gefährdet gesehen und daher haben wir auch mit der Erklärung
vom 09.07.2012 unsere solidarische Kritik geäußert. Durch die Angriff im Jahr 2010 wurde unsere Initiative gestärkt. Wir hoffen, dass dies auch
für die aktuelle Situation in Göppingen gilt und wollen allen Beteiligten des Bündnisses „Kreis Göppingen Nazifrei“ und allen Menschen die in
Göppingen gegen Nazis auf die Straße gehen unsere Solidarität ausdrücken.
Doch es soll nicht bei einer schriftlichen Erklärung bleiben. Denn wie im Kreis Göppingen gibt es bei uns im Kreis faschistische Schmierereien,
Drohungen und Übergriffe. Dies gilt es zu stoppen! Denn wenn Faschisten aktiv sein können da ist Gewalt und sogar Mord möglich.
Wir akzeptieren keine Faschisten in unserem Kreis oder anderswo! Dies zeigen wir öffentlich. Faschisten darf nirgends Akzeptanz, Unterstützung
oder Raum geboten werden. Daher gehen wir auf die Straße!
Unser nächster Termin dafür ist der 18.04.2013 ab 8 Uhr vor dem Landgericht in Stuttgart.
Der traurige Anlass dieser Kundgebung ist der wahrscheinlich letzte Verhandlungstag zum zweiten Prozess zu dem dem
menschenverachtende Mordanschlag vom 10.04.2011 in Winterbach.
An diesem Tag und darüber hinaus wollen wir erinnern, informieren und aktiv werden. Daher werden wir auch die Ereignisse
am 02.03.2013 in Göppingen zur Sprache bringen.
Wir laden Euch ganz herzlich ein am 18.04.2013 nach Stuttgart zur Kundgebung zu kommen.
Außerdem bieten wir natürlich unsere Unterstützung auf der Straße in Göppingen und den Austausch von Erfahrungen an.
Die Solidarität muss praktisch werden.
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LAUT GEGEN rechte Gewalt!
In der Nacht vom 9. auf den 10. April 2011 überfiel eine Nazigruppe neun Migranten auf einem Gartengrundstück in Winterbach.
Nach Schlägen, Tritten, einer mörderischen Hetzjagd und einem Brandanschlag kamen die Betroffenen nur durch Glück mit ihrem
Leben davon. Heute, zwei Jahre nach dem rassistischen Mordversuch, wollen wir mit Veranstaltungen daran erinnern und mahnen.
Nicht vergessen – Erinnern!
Im Jahr 2013 jährt sich die Machtübergabe an die deutschen Faschisten zum 80. Mal! Wir wollen das Jahr nutzen, um über die
faschistische Vergangenheit des Rems-Murr-Kreises aufzuklären und daraus Lehren für die heutige Zeit ziehen. Das sind wir den
historischen und aktuellen Opfern rechter Gewalt schuldig!
Nicht schweigen – Informieren!
Dass es auch heute noch eine gewalttätige und organisierte Naziszene gibt, wurde Vielen erst durch die Mordserie des terroristischen
“NSU” bewusst. Die staatlich gedeckten und weitverzweigten Netzwerke der Rechtsterroristen reichten bis in unsere Region.
Waffenfunde in Naziwohnungen im Kreis und die überregionale Beteiligung am mehrfachen faschistischen Mordversuch vor zwei
Jahren in Winterbach, verdeutlichen die akute Gefahr auch direkt vor unserer Haustüre.
Nicht wegschauen – Aktiv werden!
In einem Klima der Akzeptanz gegenüber diskriminierenden und ausgrenzendem Gedankengut fühlen sich Nazis wohl und stärken
ihre Strukturen. Wegschauen und Schweigen ist deshalb der falsche Weg! Nur durch einen vielfältigen und aktiven Widerstand,
können wir den Einfluss der Faschisten zurückdrängen. Mit Informationsveranstaltungen, Demonstrationen, kulturellen Veranstaltungen
und direkten Protesten, haben wir dafür in den letzten Jahren bereits die ersten Grundsteine gelegt.
Lasst uns im April weiter daran anknüpfen!
Initiative Rems-Murr Nazifrei!
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Samstag, 6. April 2013 | 14:00 Uhr | Bahnhof Schorndorf | Antifaschistische Demonstration
| 17:00 Uhr | Manufaktur Schorndorf | Vortrag + Konzert
(Dirt Effect, Eternal Struggle, Supermihl and Superfriends, Merry Judge)
Dienstag, 9. April 2013 | ab 16:30 Uhr | Lehenbachhalle Winterbach | Ausstellung + Infostand


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Erfolgreiche Kundgebungstour der
Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ durch den Landkreis
Auf den vier Kundgebungen am 17.11.2012 der Initiative „Rems-Murr Nazifrei!“ in Welzheim, Schorndorf, Endersbach und Waiblingen
nahmen bis zu 60 Personen teil. Die Initiative zeigt sich zufrieden und erklärt ihr Ziel für erreicht: Man konnte in verschiedenen Orten
über faschistische Aktivitäten aufklären und Leute für dieses Thema sensibilisieren. Zudem nahmen zahlreiche junge Leute teil und
zeigten, dass faschistische Aktionen im Kreis keinen ruhigen Boden finden.
An den verschiedenen Orten wurde u.a. der Opfer des Konzentrationslagers in Welzheim gedacht, die schlampigen Ermittlungen der
Polizei beim mörderischen Nazi-Brandanschlag von Winterbach kritisiert, sowie der Umgang des Staates mit der Neonazi-
Terrorbande des „Nationalsozialistischer Untergrund“ thematisiert.
Immer wieder blieben PassantInnen stehen, um beispielsweise dem Schauspiel zu den Verknüpfungen zwischen dem
„Nationalsozialistischem Untergrund“ und dem Verfassungsschutz zuzusehen. In Schorndorf wurden zudem mit Kreide die Namen
der Opfer des KZ´s Welzheim auf die Skulptur am Bahnhof geschrieben.
Die Zahl der TeilnehmerInnen schwankte von den 45 in Welzheim bis zu 60 in Schorndorf, wobei immer wieder auch “Laufpublikum“
zu den Kundgebungen stieß.
Das nächste offene Treffen der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ findet am Dienstag, 27.11.2012, 19 Uhr, in der Manufaktur in
Schorndorf (Hammerschlag 8) statt. Hierzu sind alle Menschen mit einer antifaschistischen Grundhaltung herzlich eingeladen.
Fotoserie zur Kundgebungstour unter: https://picasaweb.google.com/105834565112138449510/InitiativeRemsMurrNazifreiKundgebungstour2012?authuser=0&feat=directlink
Kurzes Video: http://www.facebook.com/home.php#!/photo.php?v=3943976968839

Kundgebungstour am 17.11.2012 in Welzheim, Schorndorf, Endersbach, Waiblingen
Am 17.11 findet eine Kundgebungstour der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ statt. Im Zuge der Tour werden Kundgebungen in Welzheim
(12 Uhr, Kirchplatz), Schorndorf (13 Uhr, Bahnhofsvorplatz), Endersbach (14:15 Uhr, Strümpfelbacher Straße / „Marktplatz“) und
Waiblingen (15:30 Uhr, Kleiner Postplatz) abgehalten. Die Orte wurden aufgrund faschistischer Aktivitäten in den Orten oder
Umgebung ausgewählt.
In Welzheim wird z.B. an die Übergriffe vor ein paar Jahren und an das KZ erinnert. In Schorndorf wird es sich thematisch um den
Mordversuch in Winterbach drehen, während in Endersbach auf die sich dort organisierenden Faschisten hingewiesen werden wird.
In Waiblingen wird über faschistische Aktionen während einer diesjährigen Kampagne der Antifaschistischen Jugend Rems-Murr
informiert.
Gemeinsam wollen wir an diesem Tag auf das Treiben der lokalen Neonazis hinweisen und einen Einblick in deren Szene bieten.
Zur Teilnahme sind alle Menschen mit einer antifaschistischen Grundhaltung herzlich eingeladen.
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Erklärung der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ – 09.07.2012
Am 7. April 2012 planten Nazis aus der Region um Göppingen eine faschistische Kundgebungstour mit mehreren
aufeinanderfolgenden Versammlungen in verschiedenen Städten von Göppingen bis Esslingen. Als diese Planungen nur kurze Zeit
vor dem angedachten Aktionstag an die Öffentlichkeit gelangten, reagierten NazigegnerInnen aus der gesamten Region schnell und
fanden sich zur gemeinsamen Organisierung von Gegenaktivitäten zusammen.
Es beteiligten sich verschiedene antifaschistische Gruppen und Bündnisse, Einzelpersonen und Gliederungen von Gewerkschaften
und Mitglieder verschiedener Parteien. Auch wir, die Initiative „Rems-Murr Nazifrei!“ waren Teil dieses kurzfristigen Zusammen-
schlusses.
Was uns zusammenbrachte, war das gemeinsame Interesse daran, dem öffentlichen Auftreten der Faschisten einen effektiven und
wahrnehmbaren Protest entgegenzubringen.
Unterschiedlichkeiten in der Herangehensweise und der konkreten Form des Protestes waren dabei keine Hindernisse, sondern
haben unseren Aktivitäten erst zu einer wirkungsvollen Vielfältigkeit verholfen. Indem verschiedene antifaschistische Aktivitäten
sich schließlich am Tag der Aktionen ergänzten, wurde das Auftreten der Faschisten zu einem offensichtlichen Ausdruck ihrer
organisatorischen Schwäche. Breite Gegenkundgebungen und direkte Proteste am Rande der rechten Versammlungen ließen die
Propaganda der Rechten ins Leere laufen.
Im Nachhinein der Proteste allerdings versuchen Teile des breiten Bündnisses „Kreis-Göppingen nazifrei!“, das sich teilweise an
Gegenveranstaltungen beteiligte, AntifaschistInnen zu diskreditieren, die an direkten Gegenprotesten teilnahmen. In Presseer-
klärungen und auf öffentlichen Bündnistreffen setzten sie die engagierten AntifaschistInnen mit Nazis auf eine Ebene und distan-
zierten sich von AktivistInnen, deren Protestformen die Rechten direkt angingen.
Wir als spektrenübergreifende Initiative verurteilen derartige Spaltungsversuche innerhalb der antifaschistischen Bewegung.
Wir lehnen jede Form der sogenannten „Extremismustheorie“ ab, durch die das Engagement für eine fortschrittliche Gesellschaft
mit den menschenverachtenden Naziumtrieben gleichsetzt. Die notwendige Abwehr der Gefahr von Rechts erfordert einen
solidarischen, verständnisvollen und respektvollen Umgang miteinander. Unser Ziel kann es nicht sein, uns gegenseitig zu
blockieren. Unsere Perspektive liegt vielmehr in einer fruchtbaren Kooperation, die unsere Gemeinsamkeiten als NazigegnerInnen
hervorhebt und Schritt für Schritt einen lebhaften antifaschistischen Widerstand in der Bevölkerung etabliert.

WIR VERGESSEN NICHT!
150 TeilnehmerInnen auf unserer Kundgebung zum Jahrestag des rassistischen Mordversuchs
am Dienstag, 10. April 2012, 18:30 Uhr, auf dem Marktplatz in Winterbach.
Hier geht´s zum Fotobericht!
Faschistische Verbrechen aufdecken und bekämpfen
Vor einem Jahr, am 10. April 2011, fand am Rande Winterbachs eine faschistische Gartenfeier statt, auf der sich etwa 70 Neonazis
aufhielten. In der späten Nacht griff eine Gruppe der Nazis neun Migranten an. Sie versuchten die Migranten zu überfahren, jagten
sie mit Äxten, zündeten die Gartenhütte, in die sich die Gejagten flüchteten, an und traktierten sie daraufhin weiter mit Schlägen und
Tritten. Die Polizei übte sich an diesem Abend, obwohl sie über das Nazifest informiert war, im Wegschauen und nahm lediglich
einige Personalien der anwesenden Faschisten auf.
Nachdem öffentlich bekannt wurde, was sich in jener Nacht in Winterbach abspielte, regte sich breiter Protest: Über 1300 Menschen
demonstrierten nach dem pogromartigen mehrfachen Mordversuch in Winterbach gegen rechte Gewalt und für eine aktive
Gegenwehr. Nun, knapp ein Jahr später, hat der erste Prozess gegen die Nazitäter von damals mit der Verurteilung von nur zwei der
Beteiligten ein erstes Ende gefunden.
Wir werden jedoch nicht eher Ruhe geben, bis jeder Einzelne der beteiligten Faschisten für den rassistischen Mordversuch zur
Verantwortung gezogen wurde!
In Erinnerung an über 190 Todesopfer faschistischer Gewalt seit 1990 in der BRD, sehen wir es als unsere Pflicht an, den Kampf
gegen Rechts konsequent fortzuführen und den Faschisten keinen Raum für ihr Treiben zu bieten. Es gilt derartiges in Zukunft
nicht mehr geschehen zu lassen!
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Aktionstage der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ unter dem Motto „Aufstehen gegen rechte Gewalt!“
Kundgebung, Infotisch, Demonstration, Infoveranstaltung und Konzert
Hunderte folgten dem Aufruf und beteiligten sich am bunten Programm
Am 24. & 25.02.2012 fanden in Waiblingen und in Schorndorf Informations- und Aktionstage unter dem Motto
„Laut gegen rechte Gewalt!“ statt.
Am Infotisch...
... mit Büchern, Zeitschriften, Informationsblättern, Aufklebern und Unterschriftenlisten für ein NPD-Verbot, der am 24.02.2012 in
Waiblingen von 16 – 19 Uhr auf dem Alten Postplatz stand, zeigten über 50 Waiblinger BürgerInnen ihr reges Interesse. Und auch
die diversen Redebeiträge wurden vom Publikum interessiert aufgenommen. Ausgerichtet wurde dieser Veranstaltungsteil von der
„Antifaschistische Jugend Rems-Murr“.
Bei der Auftaktkundgebung auf dem Schorndorfer Marktplatz...
… versammelte sich am 25.02.2012 um 16:30 Uhr ein breites Spektrum zur Auftaktkundgebung. Die 300 TeilnehmerInnen lauschten
nach der Begrüßung den RednerInnen der verschiedenen Gruppierungen. Angesprochen wurden Themen rund um die gesamte
Neonaziszene in Deutschland und im speziellen die Situation im Rems-Murr-Kreis.
Der Demonstrationszug…
... startete gegen 17:20 Uhr mit anfangs 300 TeilnehmerInnen zog durch die Strassen von Schorndorf und wuchs mit der Zeit auf
350 TeilnehmerInnen an.
Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle und die Polizei beschränkte sich auf ihre Aufgabe, den Verkehr zu regeln und den
Schutz der Demonstration zu gewährleisten. Es kam zu keinen Personenkontrollen; weder bei den TeilnehmerInnen der
Demonstration, noch bei den OrdnerInnen.
Die Abschlusskundgebung...
... mit verschiedenen Redebeiträgen fand im Innenhof der Manufaktur statt.
Nach der Abschlusskundgebung löste sich die Demonstration friedlich auf.
Die Infoveranstaltung „Die Neonaziszene im Rems-Murr-Kreis“…
… begann um 18:30 Uhr in der Manufaktur. Der kleine Saal war brechend voll und die über hundert BesucherInnen erhielten einen
Einblick in die Strukturen der Faschisten im Rems-Murr-Kreis.
Das Konzert „Laut gegen rechte Gewalt!“…
… startete gegen 20 Uhr. Die 330 BesucherInnen füllten den großen Saal der Manufaktur. Der Moderator und die Musiker brachten
den Tanzsaal zum Kochen. Die Stimmung war hervorragend und die vier Bands boten ein gemischtes Musikprogramm, bei dem alle
BesucherInnen auf ihre Kosten kamen. Aus dem Publikum kam es immer wieder spontan zu Rufen von antifaschistischen Parolen,
wie z.B. „Alerta, alerta, Antifascista!“. In den frühen Morgenstunden endete das Konzert ohne Zwischenfälle.
Folgende Bands waren in Aktion:
Rock Connexion
Blues, Rock & Roll und harter Rock aus den 70ern bis heute. Mit Covers und eigenen Titeln, mit musikalischer Power, Herzblut und
Nachdenklichkeit stellt sich die bekannte Rockband aus dem Rems-Murr-Kreis klar auf die Seite der NazigegnerInnen.
Merry Judge
Ska und Reggae aus Schorndorf. Die junge Band positioniert sich mit tanzbarem Partysound, aber auch mit sozialkritischen und
nachdenklichen Texten klar gegen Nazis und Rassisten.
Wärters Schlechte
Streetpunk aus der Region Stuttgart. Seit 20 Jahren spielen die Wärters kraftvollen Punk mit klarer Aussage gegen gesellschaftliche
Missstände. Liveshows mit Spielfreude und Publikumsnähe sind das Markenzeichen der Jungs.
Skaddicted
Gemütlicher, sozialkritischer Ska mit Punkrock und Blues-Einflüssen aus dem Rems-Murr-Kreis.
Fazit:
Insgesamt waren die beiden Informations- und Aktionstage ein großer Erfolg für die antifaschistische Bewegung im Rems-Murr-Kreis:
350 Menschen aus den unterschiedlichsten Gruppierungen (Antifa-Gruppen, Gewerkschafter, Christen, Kommunisten, Sozialisten,
Libertäre, Grüne u.a.) gingen in Schorndorf gemeinsam auf die Strasse gegen die Neonazis und ihre Strukturen. 330 TeilnehmerInnen
besuchten das antifaschistische Konzert und über 100 Menschen zeigten ihr Interesse an der Informationsveranstaltung der
AntifaschistInnen. An der Waiblinger Kundgebung und dem Infotisch beteiligten sich über 50 Personen.
Auffallend war das äußerst vorbildliche Verhalten der Polizei, die sich absolut zurückhaltend verhielt und sich auf die Regelung des
Verkehrs und den Schutz der Veranstaltungen beschränkte. Es kam zu keinerlei Personenkontrollen; weder bei den TeilnehmerInnen,
noch bei den OrdnerInnen. Dieses Verhalten der Polizei ist leider nicht die Regel bei antifaschistischen Versammlungen und sollte
anderen Polizeikräften als Muster dienen.
Die Hochburg der rechtsradikalen Szene in Baden-Württemberg wird sich nicht in Luft auflösen und es bedarf weiterer gemeinsamer
Anstrengungen, den Rechtsradikalen im Rems-Murr-Kreis keine Möglichkeit zu geben, ihre menschenverachtende Propaganda zu
verbreiten. Die Aktionstage waren die Fortsetzung einer konsequenten antifaschistischen Politik, die von der Initiative „Rems-Murr
nazifrei!“ seit Juli 2010 im Kreis betrieben wird.
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30.11.2011
Etappenziel erreicht: Wir stellen unsere Mahnwachen vor dem Nazitreffpunkt „Linde“
in Schorndorf-Weiler bis auf Weiteres ein!
In den letzten Wochen und Monaten ist es ruhig geworden in der Linde. Dies werten wir als großen Erfolg im Kampf gegen den
Nazitreffpunkt „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Nicht zuletzt durch unseren unermüdlichen Einsatz in Form von Mahnwachen,
Demonstrationen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen ist es gelungen, die Naziaktivitäten in Weiler zum erliegen zu bringen.
Unsere ständige Wachsamkeit, unser ständiges „Hinschauen“ und Handeln haben dazu geführt, dass sich die Naziszene in Weiler
offensichtlich nicht mehr wohl fühlt. Und das ist gut so. Aus diesem Grunde stellen wir unsere seit 2006 regelmäßig veranstalteten
Mahnwachen vor der „Linde“ in Schorndorf-Weiler bis auf Weiteres ein. Wir werden die „Linde“ und die Nazis im Umfeld des
NPD-Funktionärs Jürgen Wehner auch weiterhin im Auge behalten. Sollten wir eine Wiederaufnahme von Neonaziaktivitäten in und
um die „Linde“ bemerken, werden wir unverzüglich geeignete Gegenmaßnahmen in die Wege leiten.
Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit uns in den vergangenen fünf
Jahren gegen den Nazitreffpunkt „Linde“ gekämpft haben.
Rückblick auf die letzten fünf Jahre
2006:
Im Sommer 2006 kauft das bekennende NPD-Mitglied Jürgen Wehner die Immobilie „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Der Neonazi lockt
mit günstigen Bierpreisen. Es wird erkennbar, dass sich die rechtsradikale Szene in der „Linde“ trifft. Auslegung von Nazipropaganda
und abhalten einschlägiger Schulungsveranstaltungen. Gründung eines überregionalen „Patriotischer Stammtisch“ in der „Linde“.
Umschlagplatz für Nazipropagandamaterial für die ganze Region und darüber hinaus. Im Herbst 2006 gründet sich die Bürgerinitiative
„Weiler schaut hin!“ mit dem Ziel, die Nazikneipe aus Weiler zu verbannen. Seit Ende 2006 werden monatliche Mahnwachen vor dem
Nazitreffpunkt „Linde“ veranstaltet.
2007:
Es kommt immer wieder zu Nazigegröle in und um die „Linde“, bis hin zu skandieren des Hitlergrußes. Es werden Schulungs- und
Musikveranstaltungen mit rechtsextremem Inhalt veranstaltet. Es werden Hitlerporträts ausgehängt und es kommt zu
Gewaltandrohungen. Der Polizei gelingt es kaum, den Linde-Gästen rechtsextremistische Straftaten nachzuweisen. Der „Linde“-
Besitzer Jürgen Wehner wird wegen Urkundenfälschung und unerlaubtem Waffenbesitz rechtskräftig verurteilt. Am 15.12.2007
demonstrierten über 500 Menschen in Weiler gegen die Nazikneipe „Linde“. Auch im Jahr 2007 wurden unsere monatlichen
Mahnwachen vor der „Linde“ abgehalten.
2008:
Es kommt zu mehreren rechtsextremen Konzertveranstaltungen in der „Linde“ und an nahegelegenen Baggerseen. Die Polizei
erteilt Platzverweise und ermittelt wegen Volksverhetzung.
Durch unseren unermüdlichen Widerstand konnte erreicht werden, dass dem NPD-Funktionär Jürgen Wehner die Konzession ent-
zogen wurde und der „Patriotische Stammtisch“ somit nicht mehr stattfinden konnte. Somit war der Linde der öffentliche Raum
entzogen.
"Die Leute fühlen sich hier nicht mehr wohl", begründet der Wirt, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, das stark
nachlassende Interesse. Deshalb sei er zusammen mit einem der Stammtisch-Initiatoren, dem früheren Waiblinger NPD-Kandidaten
bei Bundes- und Landtagswahlen, Roberto Kurze, überein gekommen, die Veranstaltung nicht mehr stattfinden zu lassen.
Auch nach dem Konzessionsentzug bleibt die „Linde“ ein Treffpunkt der rechtsradikalen Szene. Bei der Bundestagswahl wurde sie
als Verteil-Zentrum für Flugblätter und Plakate für die NPD genutzt.
Im Herbst 2008 wird die Bürgerinitiative „Weiler schaut hin!“ in einen gemeinnützigen Verein namens „Weiler schaut hin! e.V.“
umgewandelt.
Das ganze Jahr über fanden die regelmäßigen Mahnwachen gegen den Nazitreffpunkt statt.
2009:
Regelmäßige Treffen der rechtsradikalen Szene in der „Linde“. Veranstaltung von monatlichen Mahnwachen gegen den
Nazitreffpunkt „Linde“.
2010:
Im Februar 2010 kommt es zu Übergriffen von Neonazis auf Teilnehmer der Mahnwache gegen die Naziaktivitäten in der „Linde“.
Bei diesen Vorfällen wurde von Neonazis versucht, gewaltsam eine genehmigte Versammlung zu verhindern. Es wurden
Mahnwachenteilnehmer körperlich angegriffen, beleidigt und beschimpft. Es wurden von den Neonazis Gegenstände des Vereins
beschädigt. Wir haben erkannt, dass wir alleine nicht gegen die Neonazis bestehen können. In der Folge kommt es zur Vernetzung
mit anderen antifaschistischen Gruppen aus dem Großraum Stuttgart. Früher waren zwischen fünf und 15 Leute bei den
Mahnwachen gegen die „Linde“, nun nehmen an den monatlichen Mahnwachen zwischen 20 und 70 Personen teil.
Am Rande einer Mahnwache im Oktober 2010 kommt es zu Störungsversuchen aus dem Umfeld der „Linde“.
Mahnwachenteilnehmer werden mehrfach beleidigt und es wurde Gewalt angedroht, unter anderem mit den Worten „Ich komme
gleich mit meiner Axt“ und Parolen wie „Ausländer raus“. Die Polizei nahm entsprechende Ermittlungen auf und die Staatsanwalt-
schaft stellte das Verfahren mit der Begründung ein, dass es kein ausreichendes öffentliches Interesse gibt.
Im November 2010 demonstrieren 300 Menschen in Weiler vor der „Linde“ gegen den Nazitreffpunkt.
2011:
Im Februar 2011 fand die Verhandlung gegen die Neonazis und Mahnwachenangreifer Nicki Udo Öhme und Michael Weber statt.
Öhme wurde Beleidigung in mehreren Fällen und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Michael Weber wurde
wegen Beleidigung und tätlichem Angriff angeklagt. Beide legten in allen Punkten ein Geständnis ab. Öhme wurde zu fünf Monaten
Gefängnis ohne Bewährung und Weber zu fünf Monaten auf Bewährung und 1000 € Geldstrafe verurteilt.
Im April 2011 demonstrierten über 1300 Menschen in Winterbach gegen einen rechtsextremistischen Brandanschlag (fünffacher
Mordversuch) und ziehen vor den Nazitreffpunkt „Linde“ in Weiler.
Bis Ende Juli finden die monatlichen Mahnwachen vor der „Linde“ statt.
Die Lage in und um die „Linde“ entspannt sich.
Wir haben viel erreicht. Das ist jedoch kein Grund stillzuhalten und wegzuschauen. Die Linde ist weiterhin in Nazihand und bietet den Faschisten in der Region immer noch einen Anlaufpunkt.
Inzwischen ist herausgekommen, dass die Faschisten um die NPD noch weitere Treffpunkte und Versammlungsorte im Rems-Murr-Kreis nutzen. Aktuelle Beispiele finden sich in Korb und Aspach.
In den nächsten Wochen und Monaten werden wir verstärkt diese weiteren Brennpunkte der Naziszene im Rems-Murr-Kreis ins Visier nehmen, denn wir dulden ihre Machenschaften nirgendwo! Nicht in Weiler, nicht in Winterbach, nicht in Korb, nicht in Aspach oder anderswo.
Faschismus war und ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
30.11.2011
Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ und Weiler schaut hin! e.V.
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Am 05.10.2011 fanden in Korb zwei antifaschistische Mahnwachen der Initiative "Rems-Murr nazifrei!" statt.
Nähere Infos hier!
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MAHNWACHE
am 05.10.2011 um 18:00 vor dem „Schwäbischen Hof“ (Korb, Dieselstraße 2) und
um 18:30 auf dem Seeplatz.
Nach unserer Demonstration „Kein Raum den rechten Umtrieben“ am 17.09. kam es vor dem „Schwäbischen Hof“ durch vier
Stammgäste zu verbalen Attacken, Drohungen und Beleidigungen gegen Mitglieder unserer Initiative. Die Beleidigungen und
Drohungen zeigten die politische Gesinnung der Freunde und Stammgäste des „Schwäbischen Hofes“ sehr deutlich.
Wenn wir nicht wollen, dass die Neofaschisten hier auch weiterhin erstarken, gilt es, deren Treiben zu veröffentlichen, darüber
aufzuklären und Proteste dagegen zu unterstützen.
Sorgen wir gemeinsam dafür, dass sich Anhänger rechter Gesinnung in Korb und im ganzen Rems-Murr-Kreis nicht mehr wohl
fühlen.
Stehen wir solidarisch zusammen und erheben die Stimme gegen Faschisten und Holocaustleugner!
Hier gehts zum "offenen Brief" der Initiative "Rems-Murr nazifrei!" zu diesem Thema!
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150 Teilnehmer bei der Demonstration am 17.09.2011 in Korb
Am 17.09.2011 fand in Korb ein Informations- und Aktionstag gegen Nazistrukturen in Korb und im gesamten
Rems-Murr-Kreis statt. Das offizielle Motto hieß: „Nazis raus aus Korb! Rems-Murr NAZIFREI!“. Am Infotisch,
der von 09:30 – 13:30 auf dem Seeplatz stand, zeigten viele Korber Bürger ein reges Interesse.
Um 13:45 begann die Auftaktkundgebung. Am anschließenden Demonstrationszug beteiligten sich anfangs
110 Teilnehmer. Die Teilnehmerzahl wuchs während der Demonstration auf ca. 150 an. Aufgerufen hierzu hatte
die Initiative „Rems-Murr NAZIFREI!“. Diese Initiative wurde im Juli 2010 ins Leben gerufen. Unterstützt wird die
Initiative zwischenzeitlich von über 30 Organisationen und vielen Einzelpersonen.
Die Vorgeschichte:
In den Jahren 2009 und 2010 hat die NPD bereits zwei Landesparteitage im „Schwäbischen Hof“ abgehalten.
Ebenso hielt ihre Jugendorganisation, die JN, im Juni 2010 ihre Bundeskonferenz dort ab. All dies geschah im
Verborgenen, ohne das Wissen der Korber Bevölkerung. Einzig der Bürgermeister, der zuständige Landrat und
die Polizei waren Mitwisser. Sie entschieden sich jedoch dafür, es vor der Öffentlichkeit zu verschweigen.
Denn sie befürchteten zu Recht, dass sich Unmut und Widerstand gegen diese rassistische Hetze auftun würden.
Nach dem Bekanntwerden dieser braunen Aktivitäten in Korb, sagten alle Beteiligten zu, die Nazis weder durch
Stillschweigen noch durch Räumlichkeiten unterstützen zu wollen. Doch diese Zusage wurde von der Wirtin der
Gaststätte „Schwäbischer Hof“ gebrochen. Nazis trafen sich wieder im „Schwäbischen Hof“ in Korb. Nachdem
die Wirtin im Juni diesen Jahres offen erklärte, sie wolle den Faschisten von der NPD keine Räume mehr zur
Verfügung stellen, tat sie es im Juli 2011 erneut.
Der Infotisch…
… wurde von vielen Korbern besucht, die sich zum Thema informieren wollten. Auch Gemeinderatsmitglieder
aus Korb waren unter den Besuchern. Darüber hinaus unterzeichneten an diesem Tag zahlreiche Korber Bürger
den Aufruf „Rems-Murr NAZIFREI!“.

Bei der Auftaktkundgebung auf dem Korber Seeplatz…
… fanden sich 110 Teilnehmer ein. Sie wurden begrüßt und es sprachen Redner aus verschiedenen
Gruppierungen zur Situation in Korb und im Rems-Murr-Kreis.
(Redebeiträge folgen in Kürze)
Der Demonstrationszug…
… startete um 14:10 Uhr…

… und zog durch die Strassen von Korb.
