Weiler schaut hin! e.V. 

 
 

 

 

 

Rock gegen Rechts in der Schorndorfer Manufaktur

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Initiative Rems-Murr nazifrei ein Konzert gegen Neonazis und rechte Gewalt.
ROCK GEGEN RECHTS – Schorndorf – Sa. 10. Mai 2014 – 19 Uhr – Manufaktur – Hammerschlag 8.

Weitere Infos? Hier anklicken!
 


 


  


Weitere Infos gibt´s hier (bitte anklicken!)

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Gegen jeden Rassismus!
Aufruf zur antirassistischen Kundgebung am 11.01.14 in S-Feuerbach

Der Vorfall in Feuerbach ist leider nicht der erste dieser Art in der Region Stuttgart, auch wenn er medial mit der bisher größen Öffentlichkeit aufwarten kann. Ende des Jahres 2013 tauchten bereits im Leonhardtviertel in der Stuttgart Innenstadt Flugblätter auf, die zum Widerstand gegen eine dort geplante Flüchtlingsunterkunft aufriefen. In Vaihingen-Rohr schlugen Rassisten im Herbst 2013 mehrere Scheiben einer Flüchtlingsunterkunft ein, in räumlicher Nähe wurde ein Plakat der faschistischen NPD aufgehängt. Auch im Stuttgarter Umland wird rassistische Hetze gegen bestehende und geplante Flüchtlingsunterkünfte geschürt. So verteilten Neonazis in den Regionen Esslingen und Göppingen Hetz-Flugblätter an AnwohnerInnen, in Kirchheim Teck rufen lokale Faschisten zur Beteiligung an einer „Bürgerfragestunde“ auf, um dem rassistischen Unmut Luft zu machen.
Dass Nazis von NPD und freien Kameradschaften versuchen, sich mit möglichst konsequenter Menschenverachtung an die Spitze von Anti-Flüchtlingsportesten zu setzen, ist kein neues Phänomen. Bereits zu Beginn der 90er Jahre waren es Nazikader, die den Unmut der Bevölkerung über eine befürchtete “Überfremdung” anführten und kanalisierten. Traurige Höhepunkte dieses Vorgehens waren pogromartige Zustände in mehreren Städten der BRD, unzählige Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und auf Wohnhäuser mit mehreren Toten. Die tagelangen Angriffe eines großen rassistischen Mobs auf eine Unterkunft von MigrantInnen in Rostock-Lichtenhagen sind vielen noch heute im Gedächtnis. Die politische Konsequenz aus den damaligen Pogromen und der rassistischen Hetze war leider nicht etwa die Arbeit an einem antirassistischen gesellschaftlichen Konsens, sondern die faktische Abschaffung des Asylrechts im Jahre 1993 durch die damalige Bundesregierung.
Erschreckende Parallelen lassen sich zur Situation heute ziehen. Wieder gelingt es Faschisten sich an die Spitze “empörter” Bürgervereinigungen zu stellen. Schon im Sommer 2013 marschierten Neonazis im Berliner Stadtteil Hellersdorf Seite an Seite mit dortigen BürgerInnen gegen eine Unterkunft von Flüchtlingen, die vor dem syrischen Bürgerkrieg geflohen waren. Einen zahlenmäßigen Höhenpunkt erreichten die rassistischen Aufmärsche im sächsischen Schneeberg. Unter Federführung lokaler NPD-Kader demonstrierten dort im Herbst 2013 annähernd 2000 Menschen gegen eine Flüchtlingsunterkunft. Dass die dort propagierte verbale Hetze schnell konkret werden kann, zeigt die Zahl der Anschläge auf Flüchtlingsheime in den vergangenen Monaten: Seit August 2013 sind in der BRD 15 derartige Vorfälle bekannt, einige davon in Baden-Württemberg. Die politischen Antworten ähneln  denen der 90er Jahre. CSU-Kreise hetzen gegen “Sozialschmarotzer aus Rumänien und Bulgarien”, ein Ex-Bundesinnenminister und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Familienunternehmen mit Sitz in Stuttgart schwadroniert von “Wirtschaftsflüchtlingen” deren einziges Ziel es sei “mit Bargeld wieder abzureisen”.
 

 

Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden. Ganz egal ob es sich um “etablierte” Politiker, oder anonyme Urheber eines Hetzbriefes aus Feuerbach handelt. Das Geäußerte hat nichts mit der oft ins Feld geführten “freien Meinungsäußerung” zu tun. Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihres sozialen Standes als kriminell oder asozial zu diffamieren ist und bleibt Rassismus.
Deshalb rufen wir dazu auf, den vermeintlichen Bürgerprotest am 11. Januar in Feuerbach als das zu enttarnen, was er ist: Als plumpen Rassismus!
Wir rufen dazu auf einzuschreiten, bevor konkrete Taten folgen! Es gilt Position zu beziehen!

UnterstützerInnen  (Stand 10.01.2014 | 11:00 Uhr):
 

Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart & Region (AABS)
Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart
Antifaschistische Gruppe Göppingen
Forum gegen die Unterdrückung von Flüchtlingen (FuF)
Initiative Rems-Murr nazifrei!
Marta Aparicio – Kreisvorstand der Partei DIE LINKE Stuttgart
Offenes Treffen gegen Krieg und Militarisierung Stuttgart (OTKM)
ver.di Perspektive U35 Stuttgart
VVN-BdA Esslingen
VVN- BdA Stuttgart
Weiler schaut hin! e.V.
Young Struggle  Stuttgart
ZK Stuttgart


Antirassistische Kundgebung: Gegen jeden Rassismus – In Feuerbach und anderswo!

11.01.2014 | 13:00 Uhr | Antirassistische Kundgebung | Wilhelm-Geiger-Platz Stuttgart-Feuerbach
 



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Offener Brief der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“
an Landrat Johannes Fuchs bezüglich der Situation der Flüchtlinge im Rems-Murr-Kreis
--> hier anklicken!

 
Nicht vergessen – Erinnern!
Im Jahr 2013 jährt sich die Machtübergabe an die deutschen Faschisten zum 80. Mal! Wir wollen das Jahr nutzen, um über die faschistische Vergangenheit des Rems-Murr-Kreises aufzuklären und daraus Lehren für die heutige Zeit ziehen. Das sind wir den historischen und aktuellen Opfern rechter Gewalt schuldig!


Nicht schweigen – Informieren!

Dass es auch heute noch eine gewalttätige und organisierte Naziszene gibt, wurde Vielen erst durch die Mordserie des terroristischen “NSU” bewusst. Die staatlich gedeckten und weitverzweigten Netzwerke der Rechtsterroristen reichten bis in unsere Region. Waffenfunde in Naziwohnungen im Kreis und die überregionale Beteiligung am mehrfachen faschistischen Mordversuch vor zwei Jahren in Winterbach, verdeutlichen die akute Gefahr auch direkt vor unserer Haustüre.


Nicht wegschauen – Aktiv werden!

In einem Klima der Akzeptanz gegenüber diskriminierenden und ausgrenzendem Gedankengut fühlen sich Nazis wohl und stärken ihre Strukturen.Wegschauen und Schweigen ist deshalb der falsche Weg! Nur durch einen vielfältigen und aktiven Widerstand, können wir den Einfluss der Faschisten zurückdrängen. Mit Informationsveranstaltungen, Demonstrationen, kulturellen Veranstaltungen und direkten Protesten, haben wir dafür in den letzten Jahren bereits die ersten Grundsteine gelegt. Lasst uns im April weiter daran anknüpfen!

Initiative Rems-Murr Nazifrei!

Bericht und Bilder von den Aktionstagen gibt´s hier!

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Samstag, 6. April 2013 | 14:00 Uhr | Bahnhof Schorndorf | Antifaschistische Demonstration

| 17:00 Uhr | Manufaktur Schorndorf | Vortrag + Konzert
(Dirt Effect, Eternal Struggle, Supermihl and Superfriends, Merry Judge)

 

Dienstag, 9. April 2013 | ab 16:30 Uhr | Lehenbachhalle Winterbach | Ausstellung + Infostand



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ANTIFA statt Extremismusquatsch!    --> weitere Infos? Hier anklicken! 
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Erfolgreiche Kundgebungstour der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ durch den Landkreis --> weitere Infos? Hier anklicken!



                                       

 

Kundgebungstour am 17.11.2012 in Welzheim, Schorndorf, Endersbach, Waiblingen

Am 17.11 findet eine Kundgebungstour der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ statt. Im Zuge der Tour werden Kundgebungen in Welzheim (12 Uhr, Kirchplatz), Schorndorf (13 Uhr, Bahnhofsvorplatz), Endersbach (14:15 Uhr, Strümpfelbacher Straße / „Marktplatz“) und Waiblingen (15:30 Uhr, Kleiner Postplatz) abgehalten.

Die Orte wurden aufgrund faschistischer Aktivitäten in den Orten oder Umgebung ausgewählt.

 

In Welzheim wird z.B. an die Übergriffe vor ein paar Jahren und an das KZ erinnert. In Schorndorf wird es sich thematisch um den Mordversuch in Winterbach drehen, während in Endersbach auf die sich dort organisierenden Faschisten hingewiesen werden wird. In Waiblingen wird über faschistische Aktionen während einer diesjährigen Kampagne der Antifaschistischen Jugend Rems-Murr informiert.

 
Gemeinsam wollen wir an diesem Tag auf das Treiben der lokalen Neonazis hinweisen und einen Einblick in deren Szene bieten.
Zur Teilnahme sind alle Menschen mit einer antifaschistischen Grundhaltung herzlich eingeladen.

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Nazis im Rems-Murr-Kreis - Harmlose Rebellion?
Eine Infoveranstaltung der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ über rechte Propaganda, ihre Auswirkungen und Gegenstrategien mit Janka Kluge - Journalistin und Landessprecherin der VVN-BdA - am Freitag, 28.09.2012, 19 Uhr, Bürgerhaus Kelter, Ritterstr. 3, 73650 Winterbach.

 

Rassistische Übergriffe und Mordversuche! Waffenfunde bei rechten Gruppierungen! Nazi-Sprühereien und Sticker in den Gemeinden! Diskriminierende Pöbeleien auf öffentlichen Festen!
Im Rems-Murr-Kreis sind faschistische Aktivitäten keine Seltenheit. Der rechte Aktionismus in eher ländlichen Regionen wie dem Rems-Murr-Kreis findet einen Nährboden einerseits in verschiedenen reaktionären und diskriminierenden Denkmustern, die in Teilen der Gesellschaft gepflegt werden und andererseits im Mangel an fortschrittlichen politischen und kulturellen Alternativen. Eine Studie der Universität Tübingen aus dem Jahre 2007 hat klar aufgezeigt, dass eine weit verbreitete Gleichgültigkeit gegenüber diesen Tendenzen im Rems-Murr-Kreis die gefestigte rechte Szene in der Region begünstigt. Die Faschisten nutzen dabei zahlreiche Möglichkeiten wie Schulen, Betriebe, oder das Internet zur Verbreitung ihrer Hetze.

 

In den letzten Jahren und Monaten hat sich jedoch gezeigt: Es gibt eine breite Vielfalt an Menschen im Kreis, die sich aktiv für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Diskriminierung einsetzen. Mit der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ gehen wir dafür mit Aufklärungsarbeit und Aktionen gegen die rechten Aktivitäten an die Öffentlichkeit. Wir wollen diese Entwicklung weiter voran stoßen und dazu gemeinsam untersuchen, wo die Abwehr der Gefahr von Rechts anknüpfen muss, um nachhaltige Veränderungen zu erzielen.

 

Mit der Infoveranstaltung möchten wir uns genauer vornehmen, wie die Rechten werben, wen sie dabei ansprechen und wie sie Nachwuchs rekrutieren. Wir wollen diskutieren, wo die rechte Hetze auf fruchtbaren Boden stößt und wo ein wirkungsvoller Widerstand dagegen ansetzen muss.

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Erklärung der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ – 09.07.2012


Am 7. April 2012 planten Nazis aus der Region um Göppingen eine faschistische Kundgebungstour mit mehreren aufeinanderfolgenden Versammlungen in verschiedenen Städten von Göppingen bis Esslingen. Als diese Planungen nur kurze Zeit vor dem angedachten Aktionstag an die Öffentlichkeit gelangten, reagierten NazigegnerInnen aus der gesamten Region schnell und fanden sich zur gemeinsamen Organisierung von Gegenaktivitäten zusammen.

Es beteiligten sich verschiedene antifaschistische Gruppen und Bündnisse, Einzelpersonen und Gliederungen von Gewerkschaften und Mitglieder verschiedener Parteien. Auch wir, die Initiative „Rems-Murr Nazifrei!“ waren Teil dieses kurzfristigen Zusammenschlusses.

 

Was uns zusammenbrachte, war das gemeinsame Interesse daran, dem öffentlichen Auftreten der Faschisten einen effektiven und wahrnehmbaren Protest entgegenzubringen.

Unterschiedlichkeiten in der Herangehensweise und der konkreten Form des Protestes waren dabei keine Hindernisse, sondern haben unseren Aktivitäten erst zu einer wirkungsvollen Vielfältigkeit verholfen. Indem verschiedene antifaschistische Aktivitäten sich schließlich am Tag der Aktionen ergänzten, wurde das Auftreten der Faschisten zu einem offensichtlichen Ausdruck ihrer organisatorischen Schwäche. Breite Gegenkundgebungen und direkte Proteste am Rande der rechten Versammlungen ließen die Propaganda der Rechten ins Leere laufen.

 

Im Nachhinein der Proteste allerdings versuchen Teile des breiten Bündnisses „Kreis-Göppingen nazifrei!“, das sich teilweise an Gegenveranstaltungen beteiligte, AntifaschistInnen zu diskreditieren, die an direkten Gegenprotesten teilnahmen. In Presseerklärungen und auf öffentlichen Bündnistreffen setzten sie die engagierten AntifaschistInnen mit Nazis auf eine Ebene und distanzierten sich von AktivistInnen, deren Protestformen die Rechten direkt angingen.

 

Wir als spektrenübergreifende Initiative verurteilen derartige Spaltungsversuche innerhalb der antifaschistischen Bewegung. Wir lehnen jede Form der sogenannten „Extremismustheorie“ ab, durch die das Engagement für eine fortschrittliche Gesellschaft mit den menschenverachtenden Naziumtrieben gleichsetzt. Die notwendige Abwehr der Gefahr von Rechts erfordert einen solidarischen, verständnisvollen und respektvollen Umgang miteinander. Unser Ziel kann es nicht sein, uns gegenseitig zu blockieren. Unsere Perspektive liegt vielmehr in einer fruchtbaren Kooperation, die unsere Gemeinsamkeiten als NazigegnerInnen hervorhebt und Schritt für Schritt einen lebhaften antifaschistischen Widerstand in der Bevölkerung etabliert. 


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WIR VERGESSEN NICHT!
150 TeilnehmerInnen auf unserer Kundgebung zum Jahrestag des rassistischen Mordversuchs am
Dienstag, 10. April 2012, 18:30 Uhr, auf dem Marktplatz in Winterbach.

Hier geht´s zum Fotobericht!

 


 

 

Faschistische Verbrechen aufdecken und bekämpfen

Vor einem Jahr, am 10. April 2011, fand am Rande Winterbachs eine faschistische Gartenfeier statt, auf der sich etwa 70 Neonazis aufhielten. In der späten Nacht griff eine Gruppe der Nazis neun Migranten an. Sie versuchten die Migranten zu überfahren, jagten sie mit Äxten, zündeten die Gartenhütte, in die sich die Gejagten flüchteten, an und traktierten sie daraufhin weiter mit Schlägen und Tritten. Die Polizei übte sich an diesem Abend, obwohl sie über das Nazifest informiert war, im Wegschauen und nahm lediglich einige Personalien der anwesenden Faschisten auf.

Nachdem öffentlich bekannt wurde, was sich in jener Nacht in Winterbach abspielte, regte sich breiter Protest: Über 1300 Menschen demonstrierten nach dem pogromartigen mehrfachen Mordversuch in Winterbach gegen rechte Gewalt und für eine aktive Gegenwehr.

Nun, knapp ein Jahr später, hat der erste Prozess gegen die Nazitäter von damals mit der Verurteilung von nur zwei der Beteiligten ein erstes Ende gefunden.

  

Wir werden jedoch nicht eher Ruhe geben, bis jeder Einzelne der beteiligten Faschisten für den rassistischen Mordversuch zur Verantwortung gezogen wurde!

 

In Erinnerung an über 190 Todesopfer faschistischer Gewalt seit 1990 in der BRD, sehen wir es als unsere Pflicht an, den Kampf gegen Rechts konsequent fortzuführen und den Faschisten keinen Raum für ihr Treiben zu bieten. Es gilt derartiges in Zukunft nicht mehr geschehen zu lassen!                
               
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„Aufstehen gegen rechte Gewalt!“
Kundgebung, Infotisch, Demonstration, Infoveranstaltung und Konzert
Hunderte folgten dem Aufruf und beteiligten sich am bunten Programm

Foto: VisionA Photography

Am 24. & 25.02.2012 fanden in Waiblingen und in Schorndorf Informations- und Aktionstage unter dem Motto „Laut gegen rechte Gewalt!“ statt.

 

Am Infotisch...

... mit Büchern, Zeitschriften, Informationsblättern, Aufklebern und Unterschriftenlisten für ein NPD-Verbot, der am 24.02.2012 in Waiblingen von 16 – 19 Uhr auf dem Alten Postplatz stand, zeigten über 50 Waiblinger BürgerInnen ihr reges Interesse. Und auch die diversen Redebeiträge wurden vom Publikum interessiert aufgenommen. Ausgerichtet wurde dieser Veranstaltungsteil von der „Antifaschistische Jugend Rems-Murr“.

Bei der Auftaktkundgebung auf dem Schorndorfer Marktplatz...
… versammelte sich am 25.02.2012 um 16:30 Uhr ein breites Spektrum zur Auftaktkundgebung. Die 300 TeilnehmerInnen lauschten nach der Begrüßung den RednerInnen der verschiedenen Gruppierungen. Angesprochen wurden Themen rund um die gesamte Neonaziszene in Deutschland und im speziellen die Situation im Rems-Murr-Kreis.

Der Demonstrationszug…
... startete gegen 17:20 Uhr mit anfangs 300 TeilnehmerInnen zog durch die Strassen von Schorndorf und wuchs mit der Zeit auf 350 TeilnehmerInnen an.
Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle und die Polizei beschränkte sich auf ihre Aufgabe, den Verkehr zu regeln und den Schutz der Demonstration zu gewährleisten. Es kam zu keinen Personenkontrollen; weder bei den TeilnehmerInnen der Demonstration, noch bei den OrdnerInnen.

Die Abschlusskundgebung...
... mit verschiedenen Redebeiträgen fand im Innenhof der Manufaktur statt.
Nach der Abschlusskundgebung löste sich die Demonstration friedlich auf.

Die Infoveranstaltung „Die Neonaziszene im Rems-Murr-Kreis“…
… begann um 18:30 Uhr in der Manufaktur. Der kleine Saal war brechend voll und die über hundert BesucherInnen erhielten einen Einblick in die Strukturen der Faschisten im Rems-Murr-Kreis.

Das Konzert „Laut gegen rechte Gewalt!“…
… startete gegen 20 Uhr. Die 330 BesucherInnen füllten den großen Saal der Manufaktur. Der Moderator und die Musiker brachten den Tanzsaal zum Kochen. Die Stimmung war hervorragend und die vier Bands boten ein gemischtes Musikprogramm, bei dem alle BesucherInnen auf ihre Kosten kamen. Aus dem Publikum kam es immer wieder spontan zu Rufen von antifaschistischen Parolen, wie z.B. „Alerta, alerta, Antifascista!“. In den frühen Morgenstunden endete das Konzert ohne Zwischenfälle.

Folgende Bands waren in Aktion:

Rock Connexion
Blues, Rock & Roll und harter Rock aus den 70ern bis heute. Mit Covers und eigenen Titeln, mit musikalischer Power, Herzblut und Nachdenklichkeit stellt sich die bekannte Rockband aus dem Rems-Murr-Kreis klar auf die Seite der NazigegnerInnen.

Merry Judge
Ska und Reggae aus Schorndorf. Die junge Band positioniert sich mit tanzbarem Partysound, aber auch mit sozialkritischen und nachdenklichen Texten klar gegen Nazis und Rassisten.

Wärters Schlechte
Streetpunk aus der Region Stuttgart. Seit 20 Jahren spielen die Wärters kraftvollen Punk mit klarer Aussage gegen gesellschaftliche Missstände. Liveshows mit Spielfreude und Publikumsnähe sind das Markenzeichen der Jungs.

Skaddicted
Gemütlicher, sozialkritischer Ska mit Punkrock und Blues-Einflüssen aus dem Rems-Murr-Kreis.

Fazit:

Insgesamt waren die beiden Informations- und Aktionstage ein großer Erfolg für die antifaschistische Bewegung im Rems-Murr-Kreis: 350 Menschen aus den unterschiedlichsten Gruppierungen (Antifa-Gruppen, Gewerkschafter, Christen, Kommunisten, Sozialisten, Libertäre, Grüne u.a.) gingen in Schorndorf gemeinsam auf die Strasse gegen die Neonazis und ihre Strukturen. 330 TeilnehmerInnen besuchten das antifaschistische Konzert und über 100 Menschen zeigten ihr Interesse an der Informationsveranstaltung der AntifaschistInnen. An der Waiblinger Kundgebung und dem Infotisch beteiligten sich über 50 Personen.

Auffallend war das äußerst vorbildliche Verhalten der Polizei, die sich absolut zurückhaltend verhielt und sich auf die Regelung des Verkehrs und den Schutz der Veranstaltungen beschränkte. Es kam zu keinerlei Personenkontrollen; weder bei den TeilnehmerInnen, noch bei den OrdnerInnen. Dieses Verhalten der Polizei ist leider nicht die Regel bei antifaschistischen Versammlungen und sollte anderen Polizeikräften als Muster dienen.

Die Hochburg der rechtsradikalen Szene in Baden-Württemberg wird sich nicht in Luft auflösen und es bedarf weiterer gemeinsamer Anstrengungen, den Rechtsradikalen im Rems-Murr-­Kreis keine Möglichkeit zu geben, ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten. Die Aktionstage waren die Fortsetzung einer konsequenten antifaschistischen Politik, die von der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ seit Juli 2010 im Kreis betrieben wird.

Diashow hier
 klicken!

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Aufstehen gegen rechte Gewalt!
Demonstration, Infoveranstaltung und Konzert am Samstag, 25.02.2012
 

16:30 Uhr  - Demonstration
"Laut gegen rechte Gewalt!", Marktplatz, Schorndorf

 

18:30 Uhr - Infoveranstaltung
"Die Neonaziszene im Rems-Murr-Kreis“, Manufaktur, Schorndorf


20:00 Uhr - Konzert
"Laut gegen rechte Gewalt!“ mit diversen Bands, Manufaktur, Schorndorf

 

 
Viel zu lange wurde kleingeredet und totgeschwiegen, was für Betroffene seit Jahrzehnten brutaler Alltag ist: Faschistische Gewalt fordert auch hier in der BRD zahlreiche Opfer und wird von staatlichen Stellen leichtfertig geduldet. Die Mordserie einer faschistischen Terrortruppe und ihre engen Verstrickungen zum Verfassungsschutz haben endlich für einen lauten gesellschaftlichen Aufschrei gesorgt. Diese Eskalation rechter Gewalt ist jedoch kein Zufall, sondern hat ihre Wurzeln in einer bedrohlichen Erstarkung der bundesweiten Naziszene der letzten Jahre.
 
Faschistische Strukturen und die dazugehörige Gewalt sind ein ausuferndes Problem, das gerade hier im Rems-Murr-Kreis bedrohlich zu Tage tritt. Ein mehrfacher Mordversuch in Winterbach, Waffenfunde bei organisierten Nazis im Backnanger Raum, NPD-Konferenzen in Korb und mehrere größere faschistische Feiern in Weiler, Winnenden oder Aspach haben im vergangenen Jahr gezeigt, dass Nazis den Kreis intensiv für ihre gefährlichen Aktivitäten nutzen.
Die Grundlage der Ausbreitung von faschistischer Hetze ist ein weit verbreitetes Klima der Akzeptanz gegenüber diskriminierendem und ausgrenzendem Gedankengut. Gerade durch weitreichende kulturelle Angebote vom rechten Stammtisch bis hin zum Nazikonzert schaffen sich die Faschisten ein anwachsendes Umfeld. Das Klima der Toleranz gegenüber diesen Entwicklungen gilt es gemeinsam aufzubrechen!
Mit einer Demo, einer Infoveranstaltung und einem Konzert werden wir den rechten Tendenzen im Kreis entgegentreten und klare antifaschistische Alternativen aufzeigen. 
Wir lassen uns durch die Rechten nicht spalten - dafür stehen wir konsequent und zusammen ein!
 
Auf geht’s gegen rechte Gewalt und rassistischen Stumpfsinn!
Kommt zur Demo, zur Infoveranstaltung und zum Konzert am 25. Februar in Schorndorf!


Rock Connexion
Blues, Rock & Roll und harter Rock aus den 70ern bis heute. Mit Covers und eigenen Titeln, mit musikalischer Power, Herzblut und Nachdenklichkeit stellt sich die bekannte Rockband aus dem Rems-Murr-Kreis klar auf die Seite der NazigegnerInnen.

Merry Judge
Ska und Reggae aus Schorndorf. Die junge Band positioniert sich mit tanzbarem Partysound, aber auch mit sozialkritischen und nachdenklichen Texten klar gegen Nazis und Rassisten.

Wärters Schlechte
Streetpunk aus der Region Stuttgart. Seit 20 Jahren spielen die Wärters kraftvollen Punk mit klarer Aussage gegen gesellschaftliche Missstände. Liveshows mit Spielfreude und Publikumsnähe sind das Markenzeichen der Jungs.

… und eine weitere Band.

 

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In der Nacht vom 9. auf den 10.04 2011 fand ein rassistischer Brandanschlag auf neun MigrantInnen in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) statt. Die Opfer wurden zunächst mit Streitäxten angegriffen und gejagt. Fünf Angegriffene flüchteten daraufhin in eine Gartenhütte und versuchten so, den gewalttätigen Nazis zu entkommen. Diese steckten daraufhin die Hütte in Brand. Nur in letzter Sekunde entgingen die Opfer dem Flammentod und wurden von der ca. 30köpfigen Nazibande weiter angegriffen. Die schlimmsten körperlichen Folgen hiervon: Handfraktur, schwere Prellungen, Gehirnerschütterung, Rauchvergiftung.

 

Dieser Vorfall kam nicht aus heiterem Himmel. Seit Jahren gibt es eine gewalttätige Entwicklung im Bereich der faschistischen Szene und eine Duldung von Neonaziveranstaltungen im Rems-Murr-Kreis. Auch beim Vorfall in Winterbach war der Polizei bereits im Vorhinein das Stattfinden einer faschistischen Feier bekannt. Dass derartige Veranstaltungen ein enormes Gewaltpotenzial in sich bergen, hat sich nun ein weiteres Mal bestätigt. Die Untätigkeit der Polizei vor dem rechten Gewaltausbruch in Winterbach ist Teil einer weitreichenden Verharmlosung rechter Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis, die beinahe den Tod von Menschen zur Folge gehabt hätte. Die jetzige Anklage von nur zwei rechten Gewalttätern – bei einem versuchten fünffachen Mordversuch von ca. 30 Angreifern – stellt einen weiteren Skandal dar. Wenn wir nicht wollen, dass die Neofaschisten weiterhin erstarken, müssen wir uns aktiv für eine grundlegende Wende in dieser Herangehensweise einsetzen. Es gilt, neofaschistisches Treiben zu veröffentlichen, darüber aufzuklären und Proteste dagegen zu unterstützen.

Neonazistrukturen dürfen nirgendwo eine Chance haben! Rassismus, Nationalismus und die Verfolgung von Minderheiten sind nicht zu akzeptieren. Demokratie und Toleranz, kulturelle Vielfalt und ein solidarisches Zusammenleben sind grundlegende Bedingungen für die Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit aller Menschen – im Rems-Murr-Kreis und überall.

 

Wir fordern die Staatsanwaltschaft dazu auf, alle bekannten Angreifer vom 10.04.2011 anzuklagen!

Wir fordern das Gericht dazu auf, ein deutliches Zeichen gegen den rechten Terror und die rechte Gewalt zu setzen!

Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Neonazis weiter Menschen angreifen! Kommt zur Kundgebung und zum Prozess!

 

 

Initiative Rems-Murr nazifrei!

 

 

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Etappenziel erreicht: Wir stellen unsere Mahnwachen vor dem Nazitreffpunkt „Linde“
in Schorndorf-Weiler bis auf Weiteres ein!

 

In den letzten Wochen und Monaten ist es ruhig geworden in der Linde. Dies werten wir als großen Erfolg im Kampf gegen den Nazitreffpunkt „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Nicht zuletzt durch unseren unermüdlichen Einsatz in Form von Mahnwachen, Demonstrationen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen ist es gelungen, die Naziaktivitäten in Weiler zum erliegen zu bringen. Unsere ständige Wachsamkeit, unser ständiges „Hinschauen“ und Handeln haben dazu geführt, dass sich die Naziszene in Weiler offensichtlich nicht mehr wohl fühlt. Und das ist gut so. Aus diesem Grunde stellen wir unsere seit 2006 regelmäßig veranstalteten Mahnwachen vor der „Linde“ in Schorndorf-Weiler bis auf Weiteres ein. Wir werden die „Linde“ und die Nazis im Umfeld des NPD-Funktionärs Jürgen Wehner auch weiterhin im Auge behalten. Sollten wir eine Wiederaufnahme von Neonaziaktivitäten in und um die „Linde“ bemerken, werden wir unverzüglich geeignete Gegenmaßnahmen in die Wege leiten.

 

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit uns in den vergangenen fünf Jahren gegen den Nazitreffpunkt „Linde“ gekämpft haben.

 

Rückblick auf die letzten fünf Jahre

2006:
Im Sommer 2006 kauft das bekennende NPD-Mitglied Jürgen Wehner die Immobilie „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Der Neonazi lockt mit günstigen Bierpreisen. Es wird erkennbar, dass sich die rechtsradikale Szene in der „Linde“ trifft. Auslegung von Nazipropaganda und abhalten einschlägiger Schulungsveranstaltungen. Gründung eines überregionalen „Patriotischer Stammtisch“ in der „Linde“. Umschlagplatz für Nazipropagandamaterial für die ganze Region und darüber hinaus. Im Herbst 2006 gründet sich die Bürgerinitiative „Weiler schaut hin!“ mit dem Ziel, die Nazikneipe aus Weiler zu verbannen. Seit Ende 2006 werden monatliche Mahnwachen vor dem Nazitreffpunkt „Linde“ veranstaltet.

2007:
Es kommt immer wieder zu Nazigegröle in und um die „Linde“, bis hin zu skandieren des Hitlergrußes. Es werden Schulungsveranstaltungen und Musikveranstaltungen mit rechtsextremem Inhalt veranstaltet. Es werden Hitlerporträts ausgehängt und es kommt zu Gewaltandrohungen. Der Polizei gelingt es kaum, den Linde-Gästen rechtsextremistische Straftaten nachzuweisen. Der „Linde“-Besitzer Jürgen Wehner wird wegen Urkundenfälschung und unerlaubtem Waffenbesitz rechtskräftig verurteilt. Am 15.12.2007 demonstrierten über 500 Menschen in Weiler gegen die Nazikneipe „Linde“. Auch im Jahr 2007 wurden unsere monatlichen Mahnwachen vor der „Linde“ abgehalten.

 

2008:
Es kommt zu mehreren rechtsextremen Konzertveranstaltungen in der „Linde“ und an nahegelegenen Baggerseen. Die Polizei erteilt Platzverweise und ermittelt wegen Volksverhetzung.

Durch unseren unermüdlichen Widerstand konnte erreicht werden, dass dem NPD-Funktionär Jürgen Wehner die Konzession entzogen wurde und der „Patriotische Stammtisch“ somit nicht mehr stattfinden konnte. Somit war der Linde der öffentliche Raum entzogen.

 

"Die Leute fühlen sich hier nicht mehr wohl", begründet der Wirt, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, das stark nachlassende Interesse. Deshalb sei er zusammen mit einem der Stammtisch-Initiatoren, dem früheren Waiblinger NPD-Kandidaten bei Bundes- und Landtagswahlen, Roberto Kurze, überein gekommen, die Veranstaltung nicht mehr stattfinden zu lassen.
Auch nach dem Konzessionsentzug bleibt die „Linde“ ein Treffpunkt der rechtsradikalen Szene. Bei der Bundestagswahl wurde sie als Verteil-Zentrum für Flugblätter und Plakate für die NPD genutzt.

Im Herbst 2008 wird die Bürgerinitiative „Weiler schaut hin!“ in einen gemeinnützigen Verein namens „Weiler schaut hin! e.V.“ umgewandelt.
Das ganze Jahr über fanden die regelmäßigen Mahnwachen gegen den Nazitreffpunkt statt.

 

2009:

Regelmäßige Treffen der rechtsradikalen Szene in der „Linde“. Veranstaltung von monatlichen Mahnwachen gegen den Nazitreffpunkt „Linde“.

 

2010:
Im Februar 2010 kommt es zu Übergriffen von Neonazis auf Teilnehmer der Mahnwache gegen die Naziaktivitäten in der „Linde“. Bei diesen Vorfällen wurde von Neonazis versucht, gewaltsam eine genehmigte Versammlung zu verhindern. Es wurden Mahnwachenteilnehmer körperlich angegriffen, beleidigt und beschimpft. Es wurden von den Neonazis Gegenstände des Vereins beschädigt. Wir haben erkannt, dass wir alleine nicht gegen die Neonazis bestehen können. In der Folge kommt es zur Vernetzung mit anderen antifaschistischen Gruppen aus dem Großraum Stuttgart. Früher waren zwischen fünf und 15 Leute bei den Mahnwachen gegen die „Linde“, nun nehmen an den monatlichen Mahnwachen zwischen 20 und 70 Personen teil.
Am Rande einer Mahnwache im Oktober 2010 kommt es zu Störungsversuchen aus dem Umfeld der „Linde“. Mahnwachenteilnehmer werden mehrfach beleidigt und es wurde Gewalt angedroht, unter anderem mit den Worten „Ich komme gleich mit meiner Axt“ und Parolen wie „Ausländer raus“. Die Polizei nahm entsprechende Ermittlungen auf und die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren mit der Begründung ein, dass es kein ausreichendes öffentliches Interesse gibt.
Im November 2010 demonstrieren 300 Menschen in Weiler vor der „Linde“ gegen den Nazitreffpunkt.

 

2011:
Im Februar 2011 fand die Verhandlung gegen die Neonazis und Mahnwachenangreifer Nicki Udo Öhme und Michael Weber statt. Öhme wurde Beleidigung in mehreren Fällen und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Michael Weber wurde wegen Beleidigung und tätlichem Angriff angeklagt. Beide legten in allen Punkten ein Geständnis ab. Öhme wurde zu fünf Monaten Gefängnis ohne Bewährung und Weber zu fünf Monaten auf Bewährung und 1000 € Geldstrafe verurteilt.
Im April 2011 demonstrierten über 1300 Menschen in Winterbach gegen einen rechtsextremistischen Brandanschlag (fünffacher Mordversuch) und ziehen vor den Nazitreffpunkt „Linde“ in Weiler.

Bis Ende Juli finden die monatlichen Mahnwachen vor der „Linde“ statt.
Die Lage in und um die „Linde“ entspannt sich.

 

 

Wir haben viel erreicht. Das ist jedoch kein Grund stillzuhalten und wegzuschauen. Die Linde ist weiterhin in Nazihand und bietet den Faschisten in der Region immer noch einen Anlaufpunkt.

 

Inzwischen ist herausgekommen, dass die Faschisten um die NPD noch weitere Treffpunkte und Versammlungsorte im Rems-Murr-Kreis nutzen. Aktuelle Beispiele finden sich in Korb und Aspach.

 

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir verstärkt diese weiteren Brennpunkte der Naziszene im Rems-Murr-Kreis ins Visier nehmen, denn wir dulden ihre Machenschaften nirgendwo! Nicht in Weiler, nicht in Winterbach, nicht in Korb, nicht in Aspach oder anderswo.

 

Faschismus war und ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

 

30.11.2011 

Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ und Weiler schaut hin! e.V.

 

 


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Am 05.10.2011 fanden in Korb zwei antifaschistische Mahnwachen der Initiative "Rems-Murr nazifrei!" statt.
Nähere Infos hier!

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150 Teilnehmer bei der Demonstration am 17.09.2011 in Korb
Infos hier!


 

DEMONSTRATIONSAUFRUF!
Samstag, 17.09.2011, auf dem Seeplatz in Korb.
09:00 - 13:30 Uhr: Infotisch
13:30 Uhr: Demonstrationszug durch Korb
Weitere Infos unter: http://www.weiler-schaut-hin.de/rems-murr-nazifrei.html

 

 Aufruf
der Initiative
„Rems-Murr NAZIFREI!"
(hier herunterladen)


Fernsehbericht über die "Linde" und unseren Verein vom 20.04.2011- hier anklicken

 

Auch Sie können unsere Arbeit unterstützen!
Einerseits durch Ihre praktische Mitarbeit und andererseits durch eine Spende.
Kontoinhaber: Weiler schaut hin! e.V.,
Volksbank Stuttgart eG, BLZ: 600 901 00, Konto: 031 945 800 8

 

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Kundgebung und Mahnwache am Freitag, 29.07.2011 um 18:30 Uhr, Schorndorf-Weiler, Lindenplatz: 

KEIN PLATZ FÜR FASCHISTEN! WEDER IN WEILER, NOCH ANDERSWO! 
REMS-MURR NAZIFREI! Gegen den Nazitreffpunkt "Linde"!
 

Weiteres Thema: Bericht über die antifaschistische Demonstration in Eppingen vom 19.07.2011

Es gilt auch weiterhin: WEILER SCHAUT HIN!

Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die Naziszene im Rems-Murr-Kreis setzen!

 

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26.05.2011

OFFENER BRIEF DER INITIATIVE „REMS-MURR NAZIFREI!“
AN DEN KORBER BÜRGERMEISTER JOCHEN MÜLLER.

 

Bürgermeisteramt Korb
Bürgermeister Jochen Müller
71404 Korb

Sehr geehrter Herr Müller,

 

im vergangenen Jahr fanden in Korb mehrere Veranstaltungen der neofaschistischen NPD und ihrer Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" statt.
Austragungsort der zwei Landesparteitage der Mutterpartei und einer bundesweiten Konferenz der JN, war die Gaststätte "Schwäbischer Hof".

 

Dass diese Information erst so spät an die Öffentlichkeit dringen konnte, liegt an Ihrer Vertuschungspolitik. Um Proteste gegen die faschistischen Versammlungen zu verhindern, verschwiegen Sie dem Gemeinderat und der Presse die rechten Veranstaltungen.

... zum Weiterlesen hier klicken!

 

     

 

  

26.05.2011

OFFENER BRIEF DER INITIATIVE „REMS-MURR NAZIFREI!“
AN DIE BETREIBERIN DER GASTSTÄTTE „SCHWÄBISCHER HOF“ IN KORB.

 

 

Frau
Ingrid Heinrich
Gaststätte Schwäbischer Hof
Dieselstr. 2
71404 Korb

 

 

Sehr geehrte Frau Heinrich,

 

in Ihrer Gaststätte fanden in den letzten Jahren mehrere Saalveranstaltungen der neofaschistischen Partei NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschland) und ihrer Jugendorganisation JN (Junge Nationaldemokraten) statt.

Bei den Veranstaltungen handelte es sich um zwei Landesparteitage der Mutterpartei und einem bundesweiten Kongress der Jugendorganisation. Im Rahmen dieser Treffen wurde über die landes- und bundesweite Koordination und Organisation einer von Grund auf menschenverachtenden Politik diskutiert - über Politik, die sich nicht nur in rassistischen Hetztiraden in Parlamenten und in Stammtischen äußert, sondern sich auch ganz direkt in brutalen Gewaltakten auf der Straße entlädt.

 

... zum Weiterlesen hier klicken!

 

 

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Kundgebung und Mahnwache am Freitag, 27.05.2011 um 18:30 Uhr, Schorndorf-Weiler, Lindenplatz: 

KEIN PLATZ FÜR FASCHISTEN! WEDER IN WEILER, NOCH ANDERSWO! REMS-MURR NAZIFREI! Gegen den Nazitreffpunkt "Linde"!

Weiteres Thema: Rassistentreffen in Stuttgart und Infoveranstaltung am Samstag, 28.05.2011, in Korb.

JETZT ERST RECHT: WEILER SCHAUT HIN!

Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die Naziszene im Rems-Murr-Kreis setzen!

     

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Presseerklärung:

 

Verharmlosung rechter Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis

 

Im vergangenen Jahr fanden in Korb im Rems-Murr-Kreis mehrere Veranstaltungen der neofaschistischen NPD und ihrer Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" statt. Austragungsort der zwei Landesparteitage der Mutterpartei und einer bundesweiten Konferenz der JN, war die Gaststätte "Schwäbischer Hof".

Dass diese Information erst so spät an die Öffentlichkeit dringt, liegt an der Vertuschungspolitik von verantwortlichem Landrat, dem Bürgermeister und der Polizei. Um Proteste gegen die faschistischen Versammlungen zu verhindern, verschwieg der Bürgermeister der Stadt Korb, Jochen Müller dem Gemeinderat und der Presse die rechten Treffs.

 

Der Pressesprecher der Initiative "Rems-Murr NAZIFREI!", die aus der ehemaligen Initiative "Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo!" hervorgegangen ist, äußert dazu: "Dieses Verhalten der verantwortlichen Behörden ist ein politischer Skandal. Es ist nicht erst seit dem Auftauchen der NPD-Immobilie 'Linde' in Schorndorf-Weiler und dem mehrfachen rassistischem Mordversuch in Winterbach bekannt, dass faschistisches Gedankengut und die dazugehörigen Organisationen im Rems-Murr-Kreis eine besondere Gefahr darstellen. Der notwendige Protest gegen diese Entwicklungen wird von offizieller Seite offenbar als Bedrohung empfunden, während das menschenverachtende Treiben selber geduldet wird."

Auch beim Vorfall in Winterbach war der Polizei bereits im Vorhinein das Stattfinden einer faschistischen Feier bekannt. Dass derartige Veranstaltungen ein enormes Gewaltpotenzial in sich bergen, hat sich nun ein weiteres Mal bestätigt.

Die Initiative erklärt dazu weiter "Das Verhalten der Polizei vor dem rechten Gewaltausbruch in Winterbach und die Vertuschungsstrategie der Verantwortlichen in Korb sind Teil einer weitreichenden Verharmlosung rechter Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis. Wenn wir nicht wollen, dass die Neofaschisten hier auch weiterhin erstarken, müssen wir uns aktiv für eine grundlegende Wende in dieser Herangehensweise einsetzen. Es gilt, neofaschistisches Treiben zu veröffentlichen, darüber aufzuklären und Proteste dagegen zu unterstützen."

 

Trotz jahrelanger Aufklärungsarbeit des Vereins "Weiler schaut hin! e.V." und regelmäßigen rechten Gewalttaten in der Region, äußerte der Waiblinger Landrat Johannes Fuchs öffentlich, dass es keine rechten Strukturen im Rems-Murr-Kreis gebe.

Die Initiative begrüßt und unterstützt daher die Forderungen nach dem Rücktritt des politischen Verantwortlichen Landrats, des Korber Bürgermeisters und des Waiblinger Polizeichefs Ralf Michelfelder, der die Vertuschung in Korb gemeinsam mit dem Bürgermeister abgesprochen hat.

Der Versuch des GdP Sprechers Biehler, dieses Bestreben mit der Forderung nach einer Polizei im Stil der nationalsozialistischen SA gleichzusetzen, ist ein erneuter skandalöser Versuch, antifaschistische Arbeit zu diskreditieren und das eigentliche Problem der rechten Hetzer zu relativieren.

 

06.05.2011

 

Initiative „Rems-Murr NAZIFREI!“

 

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Antifaschistische Demonstration nach Neonazi-Angriff und Brandanschlag auf neun Migranten in Winterbach

Über 1.300 Teilnehmer bei der Demonstration am 17.04.2011.

Am Sonntag, 17.04.2011,  fand in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) eine antifaschistische Demonstration mit mehr als 1.300 Teilnehmern statt.
Anlass der Veranstaltung war ein faschistischer Angriff und Brandanschlag auf neun Migranten in der Nacht vom 9. auf den 10. April in Winterbach. Die beteiligten Faschisten griffen ihre Opfer bewaffnet an, jagten sie und zündeten schließlich eine Gartenhütte an, in die sich fünf der Migranten flüchteten. Die Täter waren allesamt auf einer Privatfeier, die der Polizei schon im Vorhinein als rechtsextreme Veranstaltung bekannt war. Sämtliche Tatverdächtige wurden nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Aussage der Polizei sei die Beweislage zu dürftig gewesen.

 

 

Weitere Bilder hier anklicken!

 

Die Demonstration zog am Nachmittag vom Winterbacher Bahnhof bis vor den Nazitreffpunkt „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Der Protestzug war geprägt von einer Vielfalt an politischen Spektren und vereinte sämtliche Altersgruppen. Zahlreiche Initiativen, Parteien, Organisationen und der Winterbacher Bürgermeister Albrecht Ulrich beteiligten sich mit Redebeiträgen und verdeutlichten den Willen, gemeinsam gegen das Problem der rechten Szene im gesamten Rems-Murr vorzugehen. Die Redebeiträge werden in den nächsten Tagen auf der Homepage von Weiler schaut hin! e.V. veröffentlicht ( www.weiler-schaut-hin.de ).

  

Der Sprecher der Initiative „Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo!“, lässt zu der Demonstration verlauten: „Dieses kraftvolle Zeichen des solidarischen Zusammenhaltes gegen die Naziumtriebe im Rems-Murr-Kreis muss Ausgangspunkt für eine langfristige gemeinsame Arbeit sein. Um die fest verankerte rechte Szene wirklich zu schwächen, werden wir einen langen Atem brauchen. Es darf einfach nicht sein, dass die Nazigewalt sich weiter ausbreitet und zunimmt. Unsere aufrichtige Solidarität gilt den Opfern des brutalen Anschlages am letzten Wochenende und deren Familien!“

Die im Juli dieses Jahres durch „Weiler schaut hin! e.V.“ und der „Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart“ ins Leben gerufen Initiative kündigt an, mit Aktionen und Aufklärungsarbeit in Zukunft auch weiterhin gegen faschistische Umtriebe im Rems-Murr-Kreis vorzugehen. Unterstützt wird die Initiative zwischenzeitlich von rund 30 Organisationen und Einzelpersonen.

Das nächste offene Treffen der Initiative findet am Dienstag, 03.05.2011, 19 Uhr, in der Manufaktur in Schorndorf statt. Zu diesem Treffen sind alle interessierten Personen und Organisationen mit einer antifaschistischen Grundhaltung herzlich eingeladen!

 

18.04.2011
Initiative „Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo!“

 

Redebeiträge:

 

Vereinigung der Verfolgten des Naziregiems - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA)

Grüne Jugend Baden-Württemberg

Redebeitrag von Herrn Bürgermeister Albrecht Ulrich, bei der Demo am 17.04.2011 in Winterbach

MLPD Kreis Ludwigsburg/Rems-Murr 

...weitere Redebeiträge folgen!



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Kaltblütiger Brandanschlag auf ausländische Mitbürger in Winterbach

Demonstration gegen Nazigewalt am Sonntag, 17.04.2011

 

In der Nacht vom vergangenen Samstag auf Sonntag ereignete sich ein fremdenfeindlicher Brandanschlag auf drei italienische und sechs türkische Mitbürger. Die Opfer wurden zunächst u.a. mit Streitäxten angegriffen und gejagt. Fünf Angegriffene flüchteten in eine Gartenhütte und versuchten so, den gewalttätigen Nazis zu entkommen. Diese steckten daraufhin die Hütte – vermutlich mit Benzin - in Brand. Nur durch großes Glück entgingen die Opfer dem Flammentod und wurden von der ca. 30köpfigen Nazibande weiter taktiert. Die Folgen hiervon: Handfraktur, schwere Prellungen, Gehirnerschütterung, Rauchvergiftung, zum Teil Verletzungen durch Dornen am ganzen Körper.

Es kam in der Folge zu 16 Festnahmen. Allerdings wurden alle Festgenommenen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei begründet dies damit, dass es keine Beweise gäbe.

 

Dieser Vorfall kam nicht aus heiterem Himmel. Seit Jahren weist der Verein „Weiler schaut hin!“ auf die gewalttätige Entwicklung im Bereich der rechtsextremen Szene in Weiler und im Rems-Murr-Kreis hin. So kam es beispielsweise Anfang 2010 zu gewalttätigen Übergriffen durch Nazischläger auf Mahnwachenteilnehmer vor dem Nazitreffpunkt „Linde“ in Weiler (Winterbacher Strasse 8) – ein Nachbarort von Winterbach. Die herbeigerufene Polizei bezeichnete die Angegriffenen als Kindergarten und weigerte sich, eine entsprechende Anzeige gegen die Angreifer aufzunehmen. Beim Besitzer der Immobilie „Linde“ handelt es sich um den wegen Urkundenfälschung und unerlaubtem Waffenbesitz vorbestraften aktiven NPD-Funktionär Jürgen Wehner. Im Keller der „Linde“ wurden bekannterweise auch schon Schießübungen von Rechtsradikalen mit scharfer Munition durchgeführt. Am Rande einer Mahnwache Ende 2010 kam es zu Störungsversuchen aus dem Umfeld der „Linde“. Mahnwachenteilnehmer wurden mehrfach beleidigt und es wurde Gewalt angedroht, unter anderem mit den Worten „Ich komme gleich mit meiner Axt“ und Parolen wie „Ausländer raus“. Die Polizei nahm entsprechende Ermittlungen auf und die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren mit der Begründung ein, dass es kein ausreichendes öffentliches Interesse gäbe. Offensichtlich kam die Axt nun zum Einsatz.

 

Es reicht! Das Maß ist voll! Wir dulden keine Nazis! Nicht in Winterbach, nicht in Weiler, einfach nirgendwo!

 

Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Nazis Menschen angreifen und deren Leib und Leben bedrohen. Zeigen wir unseren ausländischen Mitbürgern, dass wir zu ihnen stehen!

 

Wir rufen alle Mitbürger dazu auf, sich an der Demonstration gegen Nazigewalt am Sonntag, 17.04.2011, 15 Uhr, am Bahnhof in Winterbach zu beteiligen.

 

12.04.2011

 

Presseerklärung der

Initiative „Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo!“

 

Wir rufen zur Demo gegen Nazi-Gewalt auf!
Wir treffen uns am Sonntag, 17.04.2011, 15 Uhr, am Bahnhof in Winterbach. Endkundgebung wird voraussichtlich in Weiler vor der Gaststätte Linde sein.
Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen diese Verbrecher setzen!

Vorgeschichte:
...
Eine Gruppe von Nazis hat in Baden-Württemberg Jagd auf neun Ausländer gemacht. Die flüchteten in ein Gartenhaus, das die Rechtsextremen anzündeten.
In Winterbach (Rems-Murr-Kreis) ist in der Nacht zum Sonntag genau das geschehen.


 
 
Eine Gruppe aus der rechten Szene hat nach einer Party mit dem Auto bewusst versucht, einen Mann aus einer Gruppe von drei Italienern und sechs Türken umzufahren.
Als die Nazis kurz darauf handgreiflich wurden, flüchteten fünf der Ausländer in eine Gartenhütte, in der sie vorher ebenfalls gefeiert hatten. Die Rechtsextremisten zündeten sie daraufhin an. Alle neun Ausländer wurden verletzt. Einer liegt immer noch im Krankenhaus.

Die Polizei nahm zunächst 12 Verdächtige aus dem rechtsextremen Milieu vorläufig fest – über zwanzig weitere Partygäste mit rechtem Hintergrund werden verdächtigt, an der Tat beteiligt zu sein. Ermittelt wird unter anderem wegen versuchten Totschlags und schwerer Brandstiftung. Allerdings sind die Festgenommenen schon wieder auf freiem Fuß.

 

 

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Mahnwache und Kundgebung gegen den Nazitreffpunkt „Linde“ in Schorndorf-Weiler

 

Am Freitag, 25.03.2011, fand eine Mahnwache vor dem Nazitreffpunkt „Linde“ in Schorndorf-Weiler statt. Am Protest auf dem Lindenplatz beteiligten sich über 30 Personen. Vier Vertreter von Unterstützerorganisationen – Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, (VVN-BdA) Rems-Murr / DIE LINKE Stuttgart / Antifaschistische Initiative Leonberg (AIL) / Antifaschistische Aktion Aufbau Stuttgart (AABS) - der Initiative „Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo!“ trugen mit Redebeiträgen zu einer gelungenen Kundgebung bei. Besonders wurde auf die Notwendigkeit des gemeinsamen, entschlossenen und vielfältigen Entgegentretens gegen das menschenverachtende Gedankengut der Nazis hingewiesen. Die einzelnen Redebeiträge finden Sie hier:

 

Redebeitrag der VVN-BdA auf der Mahnwache vom 25.03.2011

 

 

Redebeitrag DIE LINKE Stuttgart auf der Mahnwache vom 25.03.2011

 

Redebeitrag AIL Antifaschistische Initiative Leonberg auf der Mahnwache vom 25.03.2011

Redebeitrag AABS Anifaschistische Aktion Aufbau Stuttgart auf der Mahnwache vom 25.03.2011


 

 

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Verhandlung vor dem Amtsgericht Schorndorf gegen Nicki Udo Öhme und Michael Weber

 

Am Mittwoch, den 9.2.2011, fand am Amtsgericht in Schorndorf die Verhandlung gegen die Neonazis Nicki Udo Öhme und Michael Weber statt.

Dem Angeklagten Öhme wurde Beleidigung in mehreren Fällen und Verstoß gegen das Versammlungsgestz vorgeworfen.

Michael Weber wurde wegen Beleidigung und tätlichem Angriff angeklagt.

Beide legten in allen Punkten ein Geständnis ab.

Die Vorstrafenlisten waren, im Fall von Öhme elf Verurteilungen und bei Weber sogar 13, lang und bei Öhme lagen auch noch drei Bewährungen vor.

Nach dem Geständnis entschuldigte sich Öhme, allerdings ausschließlich bei dem Polizeibeamten, für seine Beleidigung. Dies geschah, genau wie die Geständnisse, mit wenig Überzeugung. Das empfanden nicht nur die etwa 25 Prozessbeobachter, sondern sowohl Richterin als auch Staatsanwältin so.

Das wirkte sich dann auch auf das Urteil aus. Öhme bekam fünf Monate ohne Bewährung und Weber fünf Monate auf Bewährung und 1000 € Strafe auferlegt.

 

Wären die geladenen Zeugen gehört worden, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit die Strafe von Weber höher ausgefallen, da die Anklage wegen tätlichem Angriff praktisch abgetan und fallen gelassen wurde. Da der Angeklagte betonte, dass es nicht zu Handgreiflichkeiten gekommen sei und auf die Zeugen wegen des Geständnisses verzichtet wurde, kam es in diesem Fall nicht zu einer Klarstellung.

 

 

 

Hier die Vorgeschichte:
 
Vorfall vom 26.02.2010, ab 18.35 Uhr, in Schorndorf -Weiler, Lindenplatz
Der Verein Weiler schaut hin! e.V. hält an jedem letzten Freitag im Monat von 18:30 – 19:30 Uhr eine angemeldete Mahnwache gegen rechtsradikale und fremdenfeindliche Umtriebe in der ehemaligen Gaststätte „Linde“ ab. Am 26.02.2010 kam es zu gewalttätigen Übergriffen von Besuchern der „Linde“ auf die zwanzig Teilnehmer der Mahnwache. Gegen 18.35 Uhr kamen aus der „Linde“ zwei Männer auf die Teilnehmer der Mahnwache zu und provozierten einzelne Teilnehmer u.a. mit Worten wie „dreckiges Kommunistenschwein“, „asoziales Pack“ und „Kommunistenv....". Die Nazis versuchten die Plakate und Transparente herunterzureißen. Dies konnte von den Teilnehmern zunächst verhindert werden. In der Folge wurde ein Teilnehmer der Mahnwache körperlich angegriffen und als „dreckige Kommunistensau“ beschimpft. Die rechten Provokateure schrien lautstark „verschwindet von hier“ und rissen ein Transparent herunter und beschädigten dieses derart, dass eine Lesbarkeit in der Folge nicht mehr möglich war. Zwischenzeitlich wurde von verschiedenen Teilnehmern der Mahnwache die Polizei verständigt. Nach Eintreffen eines Streifenwagens zogen sich die Rechtsradikalen in Richtung „Linde“ zurück, blieben jedoch vor dem Haus des Nazitreffpunkts stehen. Die Aufnahme einer Anzeige gegen die Nazischläger wurde von den Polizeibeamten verweigert. Nach ausdrücklichem Protest des körperlich angegriffenen Antifaschisten wurden die Mahnwacheteilnehmer von einem Polizeibeamten – dessen Name bekannt ist –als „Kindergarten“ bezeichnet. Es wurde von einem Beamten behauptet, dass die Personalien der Angreifer aufgenommen wurden und dass einer davon der Polizei bekannt sei. Nachdem etwas Ruhe einkehrte wurde von einem Mitglied der Initiative „Gedenkort Hotel Silber“ ein Referat zum Stand der Dinge gehalten. Während der ganzen Zeit blieben die zwei Polizisten vor der Linde und unterhielten sich mit den Angreifern. Unter den Augen der Polizei kam es zu weiteren verbalen Beschimpfungen durch die Nazis. Im Anschluss an die Mahnwache fand im Rathaus die Jahreshauptversammlung des Vereins „Weiler schau hin!“ statt. Nach der Versammlung fuhren vier Vereinsmitglieder zur Polizeiwache Schorndorf und erstatteten Anzeige. Die beiden Beamten, die eine Anzeigenaufnahme verweigert hatten, waren nicht mehr im Dienst. Bei diesen Vorfällen wurde von Nazis versucht, gewaltsam eine angemeldete Versammlung zu verhindern. Es wurden Mahnwachenteilnehmer angegriffen, beleidigt und beschimpft. Es wurden von den Nazis Gegenstände des Vereins beschädigt. Und was tat die Polizei? Sie verweigerte eine Anzeigenaufnahme! Diese Art der Behandlung durch die Polizei war für uns neu. Was dürfen sich diese Rechtsradikalen noch erlauben?
JETZT ERST RECHT: WEILER SCHAUT HIN!

 

 

 Weitere Bilder hier anklicken!

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 


 

 



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Offener Brief der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“
an Landrat Johannes Fuchs bezüglich der Situation der Flüchtlinge im Rems-Murr-Kreis
--> hier anklicken!

 

 






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